Sonntag, 14. Oktober 2012

Aufgeräumt

Mittlerweile gibt es in unserem kleinen Garten nur noch wenig zu tun. Da wir so lange noch sonnige Tage hatten und immer noch haben, habe ich gar nicht richtig gemerkt, daß wir schon mitten im Herbst sind. Wir nutzen das schöne Wetter, um im Garten ein bißchen aufzuräumen, noch etwas zu ernten und die letzten Pflanzen zu säen (und natürlich, um den Vorrat an Brennholz für den Kamin aufzufüllen!!!). Die letzte Artischocke habe ich nicht geerntet, sie belohnt mich jetzt mit einer schönen Blüte:


Von unten her hat sie noch ziemlich viele Blätter bekommen, die ich heute schon wegschneiden wollte, weil ich so beim Aufräumen im Hochbeet war, da habe ich entdeckt, daß die Blätter eine Regenwurmkinderstube beherbergen.


Die letzten Gurken nehmen mitunter recht eigenwillige Formen an:


Die Gurkenpflanze ist mittlerweile völlig hin, also habe ich sie ausgerissen und an ihrer Stelle Feldsalat und Spinat gesät (ui, wieder völlig vergessen, auf Fruchtfolge zu achten!). Sie ist von irgendeiner Krankheit befallen, die Blätter sind alle völlig vertrocknet, aber egal, sie hat ja wirklich genügend Gurken abgeworfen! (siehe Gurkenalarm und Gurkenalarm II)
Die Froschjagende Raubkatze machte heute auf ganz liebes Kätzchen...



...ich habe sie allerdings in Verdacht, mein Zwiebelbeet als Katzenklo zu mißbrauchen (frische, nackte Erde lieben Katzen besonders. Oder die Sandkiste der Nachbarkinder). Heute habe ich also neue Steckzwiebeln gepflanzt und das Beet vorsorglich mit Vlies abgedeckt.


Der Knoblauch, den ich vor kurzem erst gepflanzt habe, ist schon ausgetrieben. Ich bin gespannt, ob die Pflänzchen den Winter überleben...

Zwiebel- und Knoblauchbeet habe ich mit Erde aufgefüllt - im gesamten Hochbeet ist die Erde ziemlich abgesunken. Da das Hochbeet aber noch bepflanzt ist, und ich nicht überall auffüllen kann, habe ich jeweils einen Teil mit Holzbrettern abgetrennt.
Die Salatmischungen Misticanza und Oriental Mix von Reinsaat gedeihen auch jetzt noch prächtig (ich habe im August neu gesät), sie sollen auch Frost aushalten (ich werde sie aber, wenn es soweit ist, zur Sicherheit abdecken).


Man kann ständig Blätter pflücken, sie wachsen immer wieder nach.

Die Brokkoli bemühen sich auch noch, ein paar Röschen zu produzieren, ich habe sie allerdings viel zu eng gepflanzt. Das schaut am Anfang ja nie so aus, wenn man aussät oder Jungpflanzen pflanzt, aber dann wachsen sie, und ich bringe es immer nicht über's Herz, welche auszureißen (beim Umpflanzen gehen meine Pflanzen meistens ein). Heute habe ich 3 weggegeben, die keine Röschen mehr haben (bzw. 2 ohne Röschen, die dritte verhederte sich in den anderen und ging auch mit). Vielleicht entwickeln sich die anderen dann besser (oder es ist jetzt schon zu spät für solche Aktionen).


Heute habe ich mich auch von den Tomatenpflanzen getrennt (bis auf eine). Sie sind von Braunfäule befallen und übertragen das dann auch auf die Früchte. Die heutige Ernte kann sich aber noch sehen lassen (so viele Pflanzen sind es ja nicht):


Auf Bereichen im Hochbeet, auf denen gerade nichts wächst, habe ich Gründüngung gesät, und zwar Phacelia.


Phacelia und - hinten links - die einzige Sellerieknolle, die sich gut entwickelt (siehe auch hier)
  Phacelia eignet sich anscheinend als Vorfrucht für alles. Man lässt sie über den Winter auf dem Beet, sie friert ab, und im Frühling kann man sie zur Stickstoffanreicherung in den Boden einarbeiten oder einfach zur Seite schieben, und dazwischen säen - dann hat man auch gleich eine Mulchdecke.

Ob aus meinem Fenchel noch was wird, steht in den Sternen. Die Pflanzen sind schon noch recht klein.



Und was gibt es sonst noch zu erzählen? Ich brauche dringend einen Komposter!!! Es tut mir richtig weh, die ganzen Pflanzen"abfälle" in die Biotonne zu stopfen, wo doch so schöne Komposterde daraus werden könnte! Aus Platzmangel wird es wohl so ein Plastikding werden, oder ich finde einen, der hübscher ausschaut (und dafür vermutlich furchtbar viel kostet). Für einen richtigen Komposthaufen haben wir zu wenig Platz. Der Winter ist ja laaaang...

Kommentare:

  1. Ich frage mich immer, wie groß dein Garten wohl ist..... er muss auf jeden Fall die 100-fache Größe von unserem haben. So viel Gemüse....unglaublich!!!!!!

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    1. Liebe Silke, ich staune auch immer, wieviel in so ein Hochbeet hineinpasst! Allerdings sind meine 2 Hochbeete auch relativ groß, insgesamt 5 oder 6 Meter lang und 1,10 m breit. Für die Kräuter habe ich noch ein extra-Beet, und die Tomaten stehen geschützt an der Hauswand. Die Kartoffeln waren auch außerhalb gepflanzt. Würde ich nicht alles so eng pflanzen, wäre der Ertrag sicher noch höher...

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  2. Gratuliere zur überraschend großen Ernte in deinem Mini-Garten ---die Ausbeute steht der Kleinheit des Gartens diametral entgegen--- und ganz besonders zu der wundervollen Artischockenblüte und der witzigen Gurke! Na, und die Regenwurmkinderstube ist auch kein Nachteil; da wachsen sozusagen kleine Helferlein heran, die das Erdreich auflockern werden!
    Alles in allem: Eure Mühe wurde belohnt; wie wär's mit einem Erntedankfest???

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