Samstag, 27. Oktober 2012

Gartenexperimente

Eigenlich wollte ich nur Gemüse für einen Linseneintopf (Rezept weiter unten) ernten. Aber dann fiel mir ein, daß morgen der Winter über uns hereinbrechen soll und im Garten noch nicht alles winterfest ist. Also gab's noch ein bißchen was zu tun. Da sich unser Keller vermutlich nicht zum Einlagern von Gemüse eignet (zu warm) und ich (noch) keine Erdmiete habe (ein Projekt für nächstes Jahr) habe ich einen Teil des Hochbeets umfunktionert (ich habe heute die Brokkolipflanzen entfernt, jetzt ist Platz):


Der Sellerie ist zum Bleichen in Zeitungspapier gewickelt, und ich habe ihn noch mit Vlies abgedeckt, da ich keinen Sand habe. Den größten habe ich an Ort und Stelle gelassen, lediglich etwas mit Erde und Brokkoliblättern abgedeckt, damit er keine kalten Füße kriegt.


Mal sehen, welcher Sellerie wie lange hält.

Der Mangold hat auch etwas Erde und eine Hülle aus Vlies bekommen.


Dann habe ich noch die größte Pastinake dieses Jahres geerntet (kein Gärtnerlatein, ich habe Beweisfotos)...


....und lustige Petersilienwurzeln...


...die habe ich sicher mal umgepflanzt und dabei die Wurzel nicht ordentlich in die Erde gesteckt ;)

Erstmals habe ich dieses Jahr auch Topinambur gepflanzt. Die Knollen habe ich im Frühling gekauft und habe sie in einen großen Topf gepflanzt, der den Sommer über auf der Terrasse stand. Nächstes Jahr möchte ich einen anderen Platz suchen, denn die 2 m hohen Dinger, die da rauswachsen, sind nicht gerade eine Zierde, nicht einmal die Sonnenblumen-ähnlichen Blüten machen viel her. Sie ins Freiland zu pflanzen, trau ich mich nicht, sie sollen ja zur Plage werden können...


Ein paar Knollen habe ich für den Eintopf rausgeholt, die anderen bleiben im Topf, so halten sie am besten (Topinambur kann man nicht gut lagern).

Für den Linseneintopf habe ich Zwiebeln und Knoblauch gedünstet, dann Speck dazugebraten. Als Gemüse habe ich Pastinaken, Wurzelpetersilie, Stangensellerie, Topinambur, Karotten, Lauch und Brokkolistengel verwendet, zum Würzen Wacholderbeeren, Petersiliengrün, Thymian und Maggikraut mitgekocht. Das Gemüse habe ich zuerst noch etwas mitgebraten, dann halb gekochte braune Linsen dazugegeben,...


...mit Wasser aufgefüllt, 2 Löffelchen des Suppenpulvers und Meersalz eingerührt und alles ca. 15 Minuten geköchelt. Am Schluß habe ich noch kurz die Brokkoliröschen mitgekocht (ui, mir fällt gerade ein - ich habe diesmal ganz vergessen, sie auf Raupen zu untersuchen...ooops!).

Als Beilage gab's Semmelknödel - so, wie sie meine Mutter macht (niemand macht so flaumige Semmelknödel wie meine Mutter, ehrlich, meine Geschwister können es bestätigen!). Sie verwendet:

1 Packung Knödelbrot
2 ganze Eier
Milch
Salz
Butter (ca. 3x3cm)

Die Butter braun werden lassen, das Knödelbrot damit übergießen. 2 Eier verquirlen, mit Milch aufgießen (soll zusammen 1/4 l Flüssigkeit ergeben). Das Knödelbrot mit der Mischung übergießen. Gut verrühren und die Masse festdrücken. Stehenlassen. Wenn alles gut durchfeuchtet ist, mit dem Kochlöffel auflockern, 50 g Mehl darüberstäuben, und die Masse mit den Händen gut durchdrücken. Mit nassen (!!) Händen Knödel formen und ca. 13 Minuten im Salzwasser kochen.

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