Donnerstag, 27. Dezember 2012

Köstliches mit Äpfeln

Als Kind habe ich Unmengen von Äpfeln verdrückt. Besonders gerne die grünen (und gar nicht heimischen) Granny Smith, die ich heute nicht mehr so gerne mag. Ich esse auch nicht mehr sooo gerne Äpfel pur, und wenn, dann müssen sie säuerlich sein. Ich esse aber gerne Apfelkuchen. Eine unserer ersten Aktivitäten im Garten war, einen Apfelbaum zu pflanzen. Weil es im Handel die ewig gleichen Apfelsorten gibt. Ein Baum von der Biobaumschule Artner musste es natürlich sein, und da wir uns nicht für eine Sorte entscheiden konnten und wollten, trägt er nun vier. Also, er wird einmal (hoffentlich) tragen. Noch ist er zu jung. Auf den ursprünglichen Baum wurden vier weitere Sorten aufgepropft. Beim Einpflanzen fiel der Baum um, und es löste sich eines der aufgepropften Zweiglein. Das wurde zwar im Jahr darauf erneuert, ist aber nicht festgewachsen. Somit ist es halt kein fünf-, sondern ein vierfacher Apfelbaum. Wie gesagt, er trägt noch keine Äpfel, und schon gar keine Boskop, die man für dieses wunderbare Rezept meiner Mutter braucht, das sie, wie sie mir nun verraten hat, vor vielen Jahren im Radio gehört oder in einer Zeitschrift gelesen hat, und das keinen Namen hat. Bei uns heißen die Dinger daher Apfelpäckchen oder Apfelköstlichkeit. Lasst Euch vom unspektakulären Äußeren nicht abschrecken, sie schmecken himmlisch und sind sehr fix zubereitet. Topfenteig geht immer leicht!


1/4 kg Mehl
1/4 kg Butter
1/4 kg Topfen
etwas Salz
4 Boskopäpfel

Ich habe gar nicht genau gefragt, aber ich nehme an, die Zubereitung geht genauso wie bei den Marmeladetascherln (ich habe sie nicht selbst gemacht, sondern von Muttern nach einem leckeren Hirsch am zweiten Weihnachtsfeiertag serviert bekommen. Nicht nur ich, auch der Rest der Familie). Also:

Mehl und Butter (mit etwas Salz) mit den Händen abbröseln, dann den Topfen dazukneten.

Eventuell rasten lassen (muß aber nicht unbedingt sein).

Den Teig in 8 Teile teilen, jedes Stück auswalken oder mit den Händen einen Teller formen. Eine Apfelhälfte hineinlegen, und ein Päckchen formen. Unten geht der Teig nie ganz zu, das macht aber nichts, mit dieser Seite wird das Apfelpäckchen auf das Backblech gesetzt.

Ca. 30 Minuten bei 200 Grad backen, noch heiß mit Zuckerguß übergießen (dazu den Zucker mit Wasser oder Zitronensaft verrühren, der Zuckerguß soll relativ dick sein)

Kommentare:

  1. Hallo Jule, nun hab' ich schon zum zweiten Mal den Teig für die Lauchquiche nach deinem Blitzrezept fabriziert; hat wieder bestens geklappt. Ab jetzt wird öfter Quiche auf meinem Speiseplan stehen. Die Apfelpäckchen sind auch im Nu fertig und wirklich köstlich.

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  2. Liebe Jule,
    HA sofort und direkt Myanmar erkannt ;O) - irgendwann muessen wir uns auf einen (mindestens) Kaffee zum Schwatzen treffen (ich bin naemlich auch zum 2.Mal schon dort)

    Dir Jule und allen die dir am Herzen liegen die besten Wuensche fuer 2013: stets knackiges Gemuese aus dem Garten, kleine, liebliche Abenteuer, appetitliche Menschen drumherum, das rechte Gewuerz zur rechten Zeit...

    herzliche Gruesse, Micha

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    1. Liebe Micha,
      Dachte es mir schon auf den ersten Fotos, aber die Shwedagon ist dann einfach unverkennbar. Die besuchen wir jedes Mal mindestens zweimal, es ist so schon dort. Myanmar ist mein liebstes Reiseland.
      Ja, wiir hätten sicher viel zu plaudern! Ich bin in Oberösterreich zuhause, falls Du mal in der Nähe bist ;-)

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    2. Dir natürlich auch ein schönes neues Jahr!!

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  3. Antworten
    1. Na, Seehaas, wenn Du mal eine weitere Reise wagst, dann komm auf ein Apfelpäckchen vorbei!

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  4. Ein ganz tolles Rezept mit meinen liebsten Früchten.
    Kenne ich so noch nicht...und in meinem Keller schlummern noch viele Äpfel....

    Liebste Neujahrsgrüße

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    1. Meine Mutter behauptet, daß man dazu Boskop braucht. Ob das stimmt, weiß ich nicht. Apfelkuchen mach ich aber auch mit der Apfelsorte, die ich gerade bei der Hand habe....
      Liebe Grüße, Jule

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