Sonntag, 28. April 2013

Es grünt so grün

Der nun doch sich entwickelnde Frühling bringt mich darauf, daß in unserem Garten (und den Gärten ringsrum) noch die Frühblüher fehlen. Das Gras (und was da sonst noch so wächst...wir haben den Kampf gegen das Unkraut im Rasen auch dieses Jahr wieder früh verloren) ist schön grün, die beiden Obstbäumchen bekommen ihre Blätter, die Bambushecke hat den Winter gut überlebt, ein paar Gräser auf der Böschung treiben aus, der Schnittlauch wächst, aber Blüten gibt es kaum. Als ich vor ein paar Tagen in der Stadt war, fiel mir auf, daß a) der Frühling dort schon viel weiter ist (obwohl nur 1/2 Autostunde entfernt und nur 100 m näher zum Meeresniveau) und b) mir im Garten eben blühende Büsche und Bäume fehlen. Mit Bäumen ist das so eine Sache, denn unser Garten ist klein, und die beiden Obstbäume werden ihn vermutlich irgendwann recht ausfüllen. Es müssen also Zwergbäume oder Sträucher her, und blühende Stauden. Ich bin schon am Ideensammeln...

Im März bot sich noch ein etwas trauriges Bild, besonders im Vorgarten, wo recht wenige Sonne hinkommt und die Reste der Stauden vom letzten Jahr und die Blätter des Ahorns ganz nass am Boden lagen:



Ein bißchen Grün hat sich aber unter der Schneedecke herausgewagt:


Zu meinem Entzücken (und Erstaunen) haben Knoblauch (im Hochbeet) und Zwiebeln (im Topf) unter der Schneedecke überlebt, obwohl sie noch vor dem Winter ausgetrieben waren und Ende November sehr verletzlich aussahen.

Der Knoblauch Mitte April, jetzt bereits doppelt so groß!
Die Erde in den Hochbeeten ist ordentlich abgesackt, da muß ich auffüllen, weil mir das jetzt zu niedrig ist zum Arbeiten (ich habe die Hochbeete ja wegen der Bequemlichkeit).


Die grünen Tupfer da hinten sind einige Mizuna-Pflanzen aus der Oriental Mix-Pflücksalatmischung von Reinsaat, die den Winter ganz ohne mein Zutun überdauert haben und in den letzten Tag stark gewachsen sind. Ganz hinten links der Five Colours-Mangold, dessen Reste ich zweimal umgesetzt habe - einmal im Herbst von einem Hochbeet ins andere, damit er in den Genuß des Kälteschutztunnels kommt, und das zweite Mal vor ein paar Wochen, damit er etwas früher Sonne abbekommt. Meine Beete stehen nämlich aus Platzmangel an der Westseite des Hauses, da dauert es etwas, bis die Sonne das nördlichere Beet erreicht. Und - siehe da - der Mangold lebt noch und wächst!


Im Kräuterbeet entdeckte ich vor kurzem die jungen Triebe einer mir unbekannten Pflanze. Kein Schildchen mehr da, und natürlich keine Erinnerung mehr daran, was dort letztes Jahr gewachsen war. Also mal stehen lassen und abwarten.

Vor 2 Wochen
 Kurz danach stellte sich durch eine Geruchsprobe heraus - es ist das Maggikraut (Liebstöckel), das mir meine Mutter letztes Jahr verehrt hat (für die Rindsuppe).

Gestern
In nur zwei Wochen ist es so groß geworden, daß ich es in einen Topf gesetzt habe. Schließlich soll im Kräuterbeet auch noch etwas anderes wachsen. Das gleiche galt für den Oregano. Der hatte sich letztes Jahr ein Drittel des Kräuterbeets erobert und musste daher diesen Frühling in einen Topf umziehen. Klingt leicht, ist es aber nicht. Der Oregano wehrte sich mit Händen und Füßen mit allen Wurzeln gegen die Übersiedlung.

Topinambur konnten wir im Winter jederzeit ernten. Ich hatte ein paar Knollen in einen großen Topf gepflanzt, aus Angst, daß er sich sonst im ganzen Garten ausbreiten könnte. Nun ist er wieder ausgetrieben, dafür reichten 3 Tage mit schönem Wetter:


Ich hatte mir spät, aber doch noch die Zeit genommen, ein bißchen was in uralte Torftöpfchen in einem Mini-Gewächshaus auszusäen, das jahrelang unbenutzt im Keller rumkugelte. Ich war ganz erstaunt, wie schnell die Samen keimten, und habe sie vorige Woche in Töpfchen umgepflanzt.


Vorgestern war in Salzburg am Kajetanerplatz ein Setzlingsmarkt, da war auch der Klarlbauer da, der die Arche Noah-Kunden beliefert. Ich habe ja schon vor längerem Jungpflanzen bei der Arche Noah bestellt, die werden Mitte Mai geliefert. Mir fehlten aber noch Tomaten, Paprika und Chilis, die konnte ich am Setzlingsmarkt besorgen. Jetzt muß ich nur noch überlegen, wo ich was unterbringe. Fruchtfolge, gute und schlechte Nachbarn, und so...

Noch werden alle Pflänzchen tagsüber hinaus und nachts wieder ins Haus gestellt.
Nun hat das Nordlicht doch gemäht! Der "Rasen" sah eigentlich recht hübsch aus mit den vielen Gänseblümchen (die kommen ja zum Glück schnell wieder), dem Löwenzahn und sonstigen Blümchen. Aus einem Pflanztrog heraus hatte sich außerdem ein Hornveilchen selbst ausgesät, und das breitet sich jetzt auch in die Wiese aus - dort herrscht Mähverbot!




Und zum Abschluß: wir erwarten heuer eine reiche Kirschernte ;-)

Kommentare:

  1. Schön sieht das Alles aus! =)
    Unseren Rasen hätte ich am Liebsten auch nicht gemäht. Ich liebe Gänseblümchen! =)
    Der Liebstöckel ist hier auch schon wieder sehr groß, vom Topinambur kann ich allerdings leider noch so gar nichts sehen =/

    Liebe Grüße,
    Sarah =)

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  2. Ach, man kann sich gar nicht sattsehen an dem vielen Grün, das heuer mit so großer Verspätung, aber dafür dann fast gleichzeitig herausgekommen ist! Das verwegene Hornveilchen gehört natürlich geschont! Veilchen haben eine unglaublich tolle Verbreitungsstrategie (nachzulesen in dem alten, aber entzückenden und sehr lehrreichen Kinderbuch von Annelies Umlauf-Lamatsch mit Illustrationen von Ida Bohatta-Morpurgo: "In der Heimat der Blumen"!)

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  3. Pah - mich frisst gerade der Neid - du hast echt einen riesigen grünen Daumen! Das sieht alles prächtig aus. So einen tollen Gemüsegarten hätte ich auch gerne - alleine meine Faulheit hindert mich daran. (manches Mal steht man sich echt selbst im Weg)
    Alles Liebe, Silke

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