Sonntag, 31. August 2014

Risotto - mehr als nur Reis

Inspiriert vom Blog lieberlecker habe ich mir kürzlich ein Tomatenrisotto mit Garnelen gekocht. 



Ich hoffe, Andy nimmt mir den Querverweis nicht übel, denn das, was ich da gekocht habe, ist von seiner liebevoll-perfekten Zubereitungsart doch eher weit entfernt. Aber erstens hatte ich schon großen Hunger (ein Risotto ist dann eigentlich prinzipiell keine so glückliche Entscheidung, aber wenn ich mir mal was in den Kopf gesetzt habe...), zweitens bin ich eine bequeme Köchin (und daher werden die Tomaten nicht passiert und die Garnelen nicht auf einen Rosmarinzweig gesteckt) und drittens hatte ich keine Suppe und Schalotten und musste schon deshalb improvisieren. Außerdem will ich möglichst viel aus dem Garten* verwenden, und da wachsen nun mal keine Schalotten. Daher sieht das ganze natürlich auch anders aus (das kann doch nicht an meinen Qualitäten als Fotograf liegen...? Auch hier bin ich kein Perfektionist. Ob das schon jemand gemerkt hat?). Ob es so geschmeckt hat wie bei Andy, kann ich nicht beurteilen, ich war ja nicht da - also, bei ihm in der Schweiz. Mein Risotto habe ich schon gegessen.


(Na, no-na** schmeckte es anders, aber das ist ja auch egal, hauptsache gut!)


Nach dem Essen habe ich über Garnelen im Internet gelesen und sofort ein schlechtes Gewissen bekommen. Entweder werden für mein Risotto die Meere leergefischt oder die Mangroven gerodet, um Zuchtbecken anzulegen.

Mein Tomatenrisotto mit Black-Tiger-Garnelen:

Tomaten im Topf kochen, etwas gehackte Zwiebel und Knoblauch dazu, salzen.

Für den Risotto habe ich Winterheckezwiebeln in Olivenöl angeschwitzt, dann gehackten Knoblauch, Rosmarin, Schnittsellerie und getrocknetes Karottengrün dazugegeben und etwas angebraten. (Das Karottengrün habe ich genauso wie das Suppenpulver zubereitet).
Der Risottoreis wird kurz unter ständigem Rühren mitgebraten, dann mit Weisswein oder gleich Suppe ablöschen. Ich habe statt Suppe ja nur Wasser verwendet und dafür, als weiteren Suppenersatz, Zwiebelschalen mitgekocht (die ich vor Zugabe der Tomaten rausgenommen habe).
Den Risotto nun ständig rühren und immer dann, wenn die Flüssigkeit verkocht ist, neue Flüssigkeit hinzufügen. Im letzten Schritt die Tomaten einrühren.
Dazwischen habe ich mir durch zu schwungvolles Umrühren mal die Finger verbrannt (als Ausgleich dafür, dass ich mich heute beim Zwiebelschneiden nicht geschnitten habe), aber den Teil könnt Ihr auslassen.
Die Garnelen habe ich in Öl angebraten (ohne sie davor zu marinieren), dann gesalzen. Wer mag, kann in das Risotto Parmesan einrühren (ich mag!).

*Aus dem eigenen Garten: Tomaten, Knoblauch, Winterheckezwiebeln, Rosmarin, Schnittsellerie, Karottengrün. Reis baue ich noch nicht an :-)

**Na, no-na: typisch österreichische Aussage, die man eigentlich nicht schreiben kann. Die Betonung liegt auf "no". Also: "Na, NO na!" Heißt soviel wie: Ist ja eh klar.

Kommentare:

  1. :-) Ich LIEBE Querverweise auf meinen Blog - Danke! Mit den Garnelen hast Du Recht, da liegt leider vieles im Argen und das sollte es es nicht allzu oft geben und falls ja sollte man auf Zertifizierung achten (oder sich die App vom WWF runterladen). Danke fürs Nachkochen, berichten und geniessen.
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

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    1. WWF-App - danke für den Tipp!
      Liebe Grüße, Jule

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