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Samstag, 19. Januar 2013

Mein Lieblingsapfelkuchen

Nachdem die Tarte Tatin mit den Quitten etwas enttäuschend war - es war meine erste, und sie hat mir gezeigt, daß ich Quitten zwar als Gelee liebe, am Kuchen aber überflüssig finde - habe ich meinen Lieblingsapfelkuchen gebacken. Das Nordlicht forderte einen Streuselkuchen, aber den mag ich nicht so, und er ist so mühsam zu machen (diese Streusel!). Also, ich mag Streuselkuchen schon, aber meine Favoriten sind sie nicht.
Gerne würde ich jetzt behaupten, daß dieser Kuchen Gartenküche ist, aber unser Apfelbaum wirft noch nichts ab.

Also gibt es gekaufte Topaz und diesen leckeren Kuchen, von dem ich leider kein scharfes Bild habe, er wurde mir quasi unter der Kamera weggezogen:


Ein bißl braun ist er auch geworden, aber das tut dem Geschmack keinen Abbruch. Das Rezept stammt aus dem alterwürdigen "Backvergnügen wie noch nie" von GU, das ich von meiner Mutter übernommen habe (es wird aber nach wie vor aufgelegt), da heißt er "Elsässer Apfelkuchen":

200 g Mehl
100 g Butter
1 Eigelb
30 g Zucker
1 Messerspitze Salz

Alle Zutaten verkneten und den Teig 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen (meiner ruhte viel kürzer, war auch kein Problem).

ca. 1 kg säuerliche Äpfel
2 EL Zitronensaft

Äpfel schälen, vierteln, entkernen, an der Oberseite längs mehrmals einschneiden, mit Zitronensaft bestreichen, damit sie nicht braun werden.

Den Teig ausrollen, in eine Obstkuchenform legen, mit der Gabel mehrmals einstechen. Mit den Äpfeln dicht belegen und auf der zweiten Schiebeleiste von unten 25 Minuten backen (vorgeheiztes Rohr, 200 Grad).

100 g Zucker
3 Eier
1/8 l Obers (Sahne)
1 Vanilleschote

Zucker und Eier schaumig rühren, Obers und Vanille dazu.
Den vorgebackenen Kuchen mit der Ei-Obers-Mischung übergießen und weitere 20-30 Minuten fertigbacken.

Donnerstag, 27. Dezember 2012

Köstliches mit Äpfeln

Als Kind habe ich Unmengen von Äpfeln verdrückt. Besonders gerne die grünen (und gar nicht heimischen) Granny Smith, die ich heute nicht mehr so gerne mag. Ich esse auch nicht mehr sooo gerne Äpfel pur, und wenn, dann müssen sie säuerlich sein. Ich esse aber gerne Apfelkuchen. Eine unserer ersten Aktivitäten im Garten war, einen Apfelbaum zu pflanzen. Weil es im Handel die ewig gleichen Apfelsorten gibt. Ein Baum von der Biobaumschule Artner musste es natürlich sein, und da wir uns nicht für eine Sorte entscheiden konnten und wollten, trägt er nun vier. Also, er wird einmal (hoffentlich) tragen. Noch ist er zu jung. Auf den ursprünglichen Baum wurden vier weitere Sorten aufgepropft. Beim Einpflanzen fiel der Baum um, und es löste sich eines der aufgepropften Zweiglein. Das wurde zwar im Jahr darauf erneuert, ist aber nicht festgewachsen. Somit ist es halt kein fünf-, sondern ein vierfacher Apfelbaum. Wie gesagt, er trägt noch keine Äpfel, und schon gar keine Boskop, die man für dieses wunderbare Rezept meiner Mutter braucht, das sie, wie sie mir nun verraten hat, vor vielen Jahren im Radio gehört oder in einer Zeitschrift gelesen hat, und das keinen Namen hat. Bei uns heißen die Dinger daher Apfelpäckchen oder Apfelköstlichkeit. Lasst Euch vom unspektakulären Äußeren nicht abschrecken, sie schmecken himmlisch und sind sehr fix zubereitet. Topfenteig geht immer leicht!


1/4 kg Mehl
1/4 kg Butter
1/4 kg Topfen
etwas Salz
4 Boskopäpfel

Ich habe gar nicht genau gefragt, aber ich nehme an, die Zubereitung geht genauso wie bei den Marmeladetascherln (ich habe sie nicht selbst gemacht, sondern von Muttern nach einem leckeren Hirsch am zweiten Weihnachtsfeiertag serviert bekommen. Nicht nur ich, auch der Rest der Familie). Also:

Mehl und Butter (mit etwas Salz) mit den Händen abbröseln, dann den Topfen dazukneten.

Eventuell rasten lassen (muß aber nicht unbedingt sein).

Den Teig in 8 Teile teilen, jedes Stück auswalken oder mit den Händen einen Teller formen. Eine Apfelhälfte hineinlegen, und ein Päckchen formen. Unten geht der Teig nie ganz zu, das macht aber nichts, mit dieser Seite wird das Apfelpäckchen auf das Backblech gesetzt.

Ca. 30 Minuten bei 200 Grad backen, noch heiß mit Zuckerguß übergießen (dazu den Zucker mit Wasser oder Zitronensaft verrühren, der Zuckerguß soll relativ dick sein)