Alle Jahre wieder, im Frühling, bereite ich die vom Nordlicht gefürchtete Brennnesseljauche zu. Gefürchtet deshalb, weil sie...stinkt. Jauche halt. Ich wurde schon gebeten, ein appetitlicheres Wort dafür zu wählen. Aber erstens ist die Bezeichnung "Jauche" nicht meine Erfindung, und zweitens kommt mir das vorgeschlagene "Brühe" auch nicht besser vor. Egal. Ich behaupte (und unzählige Autoren von unzähligen Biogärtner-Büchern tun das auch), dass sie nur stinkt, während man sie umrührt. Oder wenn man sie ausbringt. Also besser nicht vor dem Grillfest die Terrassen-nahen Tomatenpflanzen damit düngen...
Man nehme:
1 kg Brennnesseln, etwas kleingeschnitten
10 l (Regen-) Wasser
...und gibt Pflanzen und Wasser in einen Holz- oder Plastikkübel (kein Metall, warum, weiß ich nicht) und bedeckt den Kübel mit einem Netz oder Gitter, damit keine Tiere reinfallen. Zweimal täglich umrühren. Solange die Mischung schäumt, ist sie noch nicht fertig.
Die fertige Jauche ist dunkelbraun, die Brennnesseln sind dann großteils zersetzt (höchstens ein paar dicke Stiele schwimmen noch herum. Ich siebe die Jauche allerdings nie, die Pflanzenreste sinken ohnehin zu Boden).
Die reife Jauche ist 1:10 oder 1:20 verdünnt ein guter Dünger für Starkzehrer, also Gemüsepflanzen, die viel Stickstoff brauchen. Außerdem wirkt sie schädlingsvertreibend. Die noch junge Jauche kann zum Stärken von Jungpflanzen eingesetzt werden (die Pflanzen dazu vor dem Auspflanzen kurz in die Jauche tauchen). 1:50 verdünnt kann sie gegen Blattläuse eingesetzt werden (Blätter einsprühen). Achtung: niemals die reife Jauche auf Blätter sprühen, das ätzt zu stark!
"Die Jauche ersetzt nicht die Verbesserung des Bodens mit Kompost, Wurmkompost oder Gründüngung, sondern sind eine pflanzenstärkende Nachdüngung und für Starkzehrer und Mittelzehrer besonders interessant."
Quelle: "Biodünger selber machen" von Andrea Heistinger und Alfred Grand.
P.S.: Eben lese ich im Duden online - auf der Suche nach eventuellen Übersetzungen des Worts "Jauche" für meine zahlreichen bundesdeutschen und schweizerischen Leser ;-)
"1. übel riechender, flüssiger Dünger aus tierischen Fäkalien, die aus den Ställen in eine dafür vorgesehene Sammelgrube ablaufen.
2. (umgangssprachlich abwertend) bestimmte Flüssigkeit von äußerst schlechter Qualität" (Quelle: http://www.duden.de/rechtschreibung/Jauche)
Ich halte hiermit fest, dass ich meine Brennnesseljauche davon abgrenzen möchte. Denn sie ist weder tierischen Ursprungs noch "von äußerst schlechter Qualität"!!!
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Freitag, 22. August 2014
Selbstgebraut
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Sonntag, 3. August 2014
Auf der Jagd
Jeder Muskel ist angespannt. Der Schweiß steht mir auf der Stirn. Adrenalin schießt durch meinen Körper. Denn ich bin...auf der Jagd! Da! Das Raubtier hat bereits die halbe Höhe des Kräuterbeets erklommen! Nicht mehr lange, dann erreicht es die obere Kante und stürzt sich auf die Minze... jetzt darf ich es nicht aus den Augen lassen....denn es ist: die Killerschnecke!!!
Gut, die Geschichte geht ein bißchen anders. Ich sitze gemütlich auf der Terrasse mit einem Glas Weißwein, den Laptop auf dem Schoß, und stehe alle 10 Minuten auf, um nachzusehen, was die beiden Nacktschnecken treiben, die den Gürtel aus Schneckenkorn rund um das Kräuterbeet durchbrochen haben, so machen. Hallo? Keinen Hunger auf eine kleine Vorspeise? Obwohl ich der Schafwolle, über die ich schon begeistert berichtet habe, recht vertraue, streue ich gelegentlich Schneckenkorn um das Beet, weil das Wetter in diesem Sommer ja doch recht feucht ist, und die Schnecken in noch größeren Mengen in unseren Garten einfallen als normalerweise. Sicher ist sicher. Unser Garten grenzt an 2 Seiten an eine Bauernwiese (wofür ich eigentlich sehr dankbar bin - wir sind nicht völlig von Häusern umzingelt), und Ihr glaubt nicht, was sich da an der Grundstücksgrenze abends abspielt. Hunderte Nacktschnecken fallen in unseren Garten ein! Nachbarn berichteten mir sogar von Nacktschnecken, die in Scharen die Hauswand hinaufklettern. Uggs, geht's noch grauslicher?
Zum Glück fressen die Schnecken offensichtlich auch Pflanzen, die mir nicht abgehen. Und das Gemüse in den Hochbeeten ist weitgehend durch eine Schneckenbarriere geschützt, das funktioniert sehr gut. Gelegentlich finde ich kleine Schnecken, die aber mit der Erde eingeschleppt sein dürften, und die keinen großen Schaden anrichten, sondern nur ein bißchen mitnaschen.
Das Kräuterbeet habe ich eben bisher nur mit den Schafwollpellets geschützt. Dieses Jahr habe ich allerdings erstmals trotz der Wolle gelegentlich Schnecken im Kräuterbeet gesichtet. Und meine Schwester, an die ich die Wolle weitergegeben hatte, berichtete mir von völlig abgefressenen Salatpflanzen! Das Problem ist, dass die Wolle immer dicht und feucht sein muss, denke ich. Und: es darf nichts über den Rand hängen! Ich habe schon eine Nacktschnecke gesehen, die halb auf der Hauswand, halb auf einer Tomatenpflanze hing, bereit zum Absprung. Erstaunlich geschickt, die blöden Viecher! Daher helfe ich manchmal mit dem eisenhaltigen "Bio" - Schneckenkorn nach und untersuche auch mal das Beet nach Schnecken und Schleim- und Fraßspuren. Ich bin immer noch begeistert von der Wolle, aber irgendwie ist das auch keine Dauerlösung. Sie hält zwar eine Saison, aber man muss sie doch jedes Jahr erneuern. Ich denke, ich werde doch auch beim Kräuterbeet eine Blech-Barriere wie bei den großen Hochbeeten installieren. Bei diversen Anbietern (z.B. Manufactum, Biber) gibt es Bausätze.
Ach, ja - über Tipps wie "Bierfallen" und "Schnecken abends absammeln" kann ich nur verärgert grunzen. Da steht nie, was man dann mit den Schnecken machen soll. Zerschneiden ist auch keine gute Idee, weil das weitere Nacktschnecken anlockt (sie schrecken nicht nur vor meinem Salat nicht zurück, sondern auch nicht vor Kannibalismus). Außerdem - würde ich das machen, hätte ich nichts anderes mehr zu tun, als Schnecken einzusammeln. Ich kann mir nettere Abendbeschäftigungen vorstellen.
Ich überlege allerdings, an der Grundstücksgrenze einen Kupferzaun zu installieren. Angeblich soll das die Schnecken abhalten. Hat jemand damit Erfahrung?
P.S.: Das "Bio" - Schneckenkorn klingt zwar lieb, bringt die Schnecken aber natürlich auch um (wogegen ich, zugegeben, nichts habe). Das Praktische daran - sie hinterlassen keine grausliche Schleimspur, und es gibt keine Leichen. Zumindestens keine sichtbaren. Denn nach dem Fressen dieses Schneckenkorns wird den Tierchen schlecht, und sie verkriechen sich freundlicherweise in irgendwelche Verstecke zum Sterben. Und - es ist nicht giftig für Haustiere und Igel etc. Allerdings ist es nicht gerade billig, und daher auch keine Dauerlösung.
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| Wird sie es schaffen??? |
Zum Glück fressen die Schnecken offensichtlich auch Pflanzen, die mir nicht abgehen. Und das Gemüse in den Hochbeeten ist weitgehend durch eine Schneckenbarriere geschützt, das funktioniert sehr gut. Gelegentlich finde ich kleine Schnecken, die aber mit der Erde eingeschleppt sein dürften, und die keinen großen Schaden anrichten, sondern nur ein bißchen mitnaschen.
Das Kräuterbeet habe ich eben bisher nur mit den Schafwollpellets geschützt. Dieses Jahr habe ich allerdings erstmals trotz der Wolle gelegentlich Schnecken im Kräuterbeet gesichtet. Und meine Schwester, an die ich die Wolle weitergegeben hatte, berichtete mir von völlig abgefressenen Salatpflanzen! Das Problem ist, dass die Wolle immer dicht und feucht sein muss, denke ich. Und: es darf nichts über den Rand hängen! Ich habe schon eine Nacktschnecke gesehen, die halb auf der Hauswand, halb auf einer Tomatenpflanze hing, bereit zum Absprung. Erstaunlich geschickt, die blöden Viecher! Daher helfe ich manchmal mit dem eisenhaltigen "Bio" - Schneckenkorn nach und untersuche auch mal das Beet nach Schnecken und Schleim- und Fraßspuren. Ich bin immer noch begeistert von der Wolle, aber irgendwie ist das auch keine Dauerlösung. Sie hält zwar eine Saison, aber man muss sie doch jedes Jahr erneuern. Ich denke, ich werde doch auch beim Kräuterbeet eine Blech-Barriere wie bei den großen Hochbeeten installieren. Bei diversen Anbietern (z.B. Manufactum, Biber) gibt es Bausätze.
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| Uije! Sie hat es doch glatt geschafft! |
Ich überlege allerdings, an der Grundstücksgrenze einen Kupferzaun zu installieren. Angeblich soll das die Schnecken abhalten. Hat jemand damit Erfahrung?
P.S.: Das "Bio" - Schneckenkorn klingt zwar lieb, bringt die Schnecken aber natürlich auch um (wogegen ich, zugegeben, nichts habe). Das Praktische daran - sie hinterlassen keine grausliche Schleimspur, und es gibt keine Leichen. Zumindestens keine sichtbaren. Denn nach dem Fressen dieses Schneckenkorns wird den Tierchen schlecht, und sie verkriechen sich freundlicherweise in irgendwelche Verstecke zum Sterben. Und - es ist nicht giftig für Haustiere und Igel etc. Allerdings ist es nicht gerade billig, und daher auch keine Dauerlösung.
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| Dieser Schnecke ist, glaube ich, schlecht geworden. Auf jeden Fall sucht sie erfreulicherweise das Weite. |
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Freitag, 16. August 2013
Der ultimative Anti-Schneckenschutz!
Dieses Jahr wäre ich beinahe verzweifelt angesichts der unglaublichen Nacktschneckenplage, die meinen Garten (und alle anderen Gärten im Umkreis und wahrscheinlich überhaupt alle Gärten im Frühlingsverwaschenen Mitteleuropa) heimsuchte! Mein Kräuterbeet hat nämlich leider keinen Schneckenschutz wie meine Hochbeete.
...und auch sonst haben die Schnecken im Garten gewütet. Sie vermehrten sich trotz des mittlerweile sehr großzügigen Einsatzes des eisenhältigen ("Bio") - Schneckenkorns gewaltig und gaben den Kräutern und Stauden keine Chance. Vielleicht sind sie immun geworden? Wer weiß...
Da fiel mir der Sack "Slug gone" ins Auge, den ich letztes Jahr auf der Welser Messe "Blühendes Österreich" bei British Garden (beheimatet in Graz) gekauft hatte.
Eigentlich hatte ich ihn für die Kartoffelplantage meines Nordlichts besorgt, er fand aber keine Verwendung und wartete im Schuppen auf mich.
Darin sind Pellets aus Schafwolle, die man flächendeckend um die Pflanzen auf die Erde legt. Zweifelnd breitete ich das Zeug auf der Erde meines Kräuterbeets aus. Und ES IST SENSATIONELL!!! Die Kräuter haben sich erholt, die Schnecken gehen wirklich nicht auf die Schafwolle!
Gleichzeitig wirkt die Wolle als Mulchdecke. Und sie sieht aus wie Erde.
Ich brauchte einen 3,5 l - Sack für mein Kräuterbeet, das 2,5 m lang und 40 cm breit ist. Die Wolle hält ein Jahr und kommt damit viel günstiger als die Unmengen an Schneckenkorn, die ich dieses Jahr schon verwendet habe. Wenn man ein offenes Beet hat, könnte ich mir vorstellen, daß es reichen würde, einen "Schutzwall" von 10 cm Breite um das Beet anzulegen, man müsste vermutlich nicht die ganze Fläche zwischen den Pflanzen bedecken. Wichtig ist, daß nichts überhängt, weil die Schnecken dort sonst raufkriechen.
Da fiel mir der Sack "Slug gone" ins Auge, den ich letztes Jahr auf der Welser Messe "Blühendes Österreich" bei British Garden (beheimatet in Graz) gekauft hatte.
Eigentlich hatte ich ihn für die Kartoffelplantage meines Nordlichts besorgt, er fand aber keine Verwendung und wartete im Schuppen auf mich.
Darin sind Pellets aus Schafwolle, die man flächendeckend um die Pflanzen auf die Erde legt. Zweifelnd breitete ich das Zeug auf der Erde meines Kräuterbeets aus. Und ES IST SENSATIONELL!!! Die Kräuter haben sich erholt, die Schnecken gehen wirklich nicht auf die Schafwolle!
Gleichzeitig wirkt die Wolle als Mulchdecke. Und sie sieht aus wie Erde.
Ich brauchte einen 3,5 l - Sack für mein Kräuterbeet, das 2,5 m lang und 40 cm breit ist. Die Wolle hält ein Jahr und kommt damit viel günstiger als die Unmengen an Schneckenkorn, die ich dieses Jahr schon verwendet habe. Wenn man ein offenes Beet hat, könnte ich mir vorstellen, daß es reichen würde, einen "Schutzwall" von 10 cm Breite um das Beet anzulegen, man müsste vermutlich nicht die ganze Fläche zwischen den Pflanzen bedecken. Wichtig ist, daß nichts überhängt, weil die Schnecken dort sonst raufkriechen.
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Samstag, 3. August 2013
Putzige Schmetterlinge
So gefreut hatte ich mich vor 2 Jahren über die Schmetterlinge in meinem Garten. Die soll man ja, ebenso wie Bienen und Hummeln anlocken und schützen. Sie sind ja so nützlich. Was ich in meiner Stadtkind-Blauäugigkeit noch nicht wußte - die kleinen weißen Schmetterlinge, die da so eifrig um's Hochbeet schwirren, gehören zur Art des Kleinen Kohlweißlings. Der legt seine winzigen Eier einzeln an der Blattunterseite (und manchmal auch an der Blattoberseite) von Kohlpflanzen (z.B. Weisskraut, Brokkoli) ab. Daraus werden dann Raupen in Tarnfarbe (komplett grün), die so eine wachsende Kohlpflanze völlig kahl fressen können.
Ich lernte also, die Blattunterseiten auf Eier und die ganze Pflanze auf Raupen abzusuchen, und zwar TÄGLICH. Vergisst man einmal, bereut man das bald. Auch, wegen der Proteinzulage im Gemüse, nachzulesen hier.
Dieses Jahr habe ich mir im Baumarkt ein Schutzvlies gekauft und alle Pflanzen eingehüllt. Das sieht vielleicht etwas eigenartig aus, ist aber sehr wirksam.
Es empfiehlt sich, trotzdem alle paar Tage nachzuschauen. Die Kohlweisslinge sind intelligenter als man glaubt. Sie finden einen Weg unter's Netz, aber nicht mehr so oft.
Dieses Jahr habe ich mir im Baumarkt ein Schutzvlies gekauft und alle Pflanzen eingehüllt. Das sieht vielleicht etwas eigenartig aus, ist aber sehr wirksam.
Es empfiehlt sich, trotzdem alle paar Tage nachzuschauen. Die Kohlweisslinge sind intelligenter als man glaubt. Sie finden einen Weg unter's Netz, aber nicht mehr so oft.
| Vorne im Bild: Brokkoli; dahinter: Weißkraut und Bohnen |
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Donnerstag, 1. November 2012
Artischocken überwintern
Artischocken kann man überwintern! Super! Hätte ich das nur vor 2 Tagen gelesen, bevor ich meine ausgerissen und in die Biotonne geworfen habe! Dabei habe ich ja die Bibel des Gemüseanbaus (das Arche Noah Handbuch Bio-Gemüse von Andrea Heistinger), da hätte ich nur nachschauen müssen!!! Nun ja, zu spät. Pflanz ich halt im nächsten Jahr eine neue und überwinter die dann. Oder besser zwei, denn so viele Artischocken kann man von einer Pflanze nicht ernten. Zwei Rezepte habe ich dieses Jahr ausprobiert, nachzulesen hier und...oh, das zweite habe ich nicht veröffentlicht. Da hatte ich eigentlich Gurken eingelegt, und dann habe ich die letzten Artischocken auch gleich noch in ein Glas verfrachtet. Ich werde sie nachher gleich mal aus dem Keller holen, sie konnten jetzt lange genug durchziehen...
Seit vorgestern bin ich stolze Besitzerin dieses genialen Kälteschutztunnels.
Genial deshalb, weil er in 5 Sekunden auseinandergefaltet (und später auch wieder zusammengefaltet!) ist, und in ein paar Minuten mit den mitgelieferten Heringen verankert. Ich habe also vorgestern den Schnee vom Salat entfernt...und er hat's überlebt! Vorhin habe ich gerade einen Blick in den Tunnel geworfen, Salat und Wurzelpetersilie geht's gut, und der Stangensellerie liegt da drin zum Lagern und sieht auch noch gut aus (den sollte ich allerdings, wenn es kälter wird, vielleicht doch zusätzlich noch abdecken). Über den Stangensellerie, den ich noch an Ort und Stelle im Beet gelassen habe, habe ich ja schon berichtet...
Seit vorgestern bin ich stolze Besitzerin dieses genialen Kälteschutztunnels.
| Mieze findet alle Gartenaktivitäten hochinteressant |
Genial deshalb, weil er in 5 Sekunden auseinandergefaltet (und später auch wieder zusammengefaltet!) ist, und in ein paar Minuten mit den mitgelieferten Heringen verankert. Ich habe also vorgestern den Schnee vom Salat entfernt...und er hat's überlebt! Vorhin habe ich gerade einen Blick in den Tunnel geworfen, Salat und Wurzelpetersilie geht's gut, und der Stangensellerie liegt da drin zum Lagern und sieht auch noch gut aus (den sollte ich allerdings, wenn es kälter wird, vielleicht doch zusätzlich noch abdecken). Über den Stangensellerie, den ich noch an Ort und Stelle im Beet gelassen habe, habe ich ja schon berichtet...
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Sonntag, 30. September 2012
Brokkoli vegetarisch
Heute habe ich mich wieder getraut, Brokkoli zu ernten. Das liegt daran, daß mir meine Kollegin Waltraut verraten hat, was sie von ihrer (Groß-?) Mutter gelernt hat - nämlich, daß man Gemüse nur in Wasser legen muß, weil dann die Raupen davonschwimmen (sie wollen ja leben). Das musste ich natürlich gleich ausprobieren. Ob's geklappt hat? Ehrlich gesagt weiß ich das nicht so genau. Ich konnte keine Raupen finden. Weder im Brokkoli noch im Wasser. Vielleicht waren gar keine da (ist vielleicht schon zu kalt für den Kohlweißling). Oder sie sind nicht nach oben geschwommen, sondern haben im Brokkoli gewartet, bis ich die Geduld verliere, und ihn vorschnell aus dem Wasser hole, und ich habe sie dann übersehen (sie haben ja wirklich genau dieselbe Farbe wie der Brokkoli!). Aber so ein paar Tierchen sollen ja nicht schaden. Weder im Gemüse, noch unter der Fußsohle (ich bin heute morgen im Wohnzimmer barfuß auf eine tote Grille getreten, die unsere Katze Tigerchen als Geschenk mitgebracht hat).
Der Gemüsegarten gibt noch einiges her. Ich konnte EINE ZUCCHINI ernten. Treue Leser wissen, daß ich damit nicht soooo viel Glück habe. Ja, ich weiß, Zucchini ist ein Mehrzahlwort, und ein Stück ist ein Zucchinerich (oder so ähnlich; ich frage bei Gelegenheit einen Italiener). Dieser war auf jeden Fall sehr klein, naja, was soll's, auf die Größe kommt's ja nicht an, und Zucchini soll man ja eh jung ernten...
Mit ein paar Tomaten (diese kleinen gelben ernte ich schon seit Anfang des Sommers, und es werden nicht weniger!), einer Pastinake, Thymian und Pilzen aus dem nahegelegenen Wald (die hat mein Nordlicht vom Spaziergang mit unserer zweiten Katze Mieze mitgebracht und mir versichert, daß es die einzigen sind, die er erkennt, und daß er weiß, daß sie essbar sind, aber warum meint er dann, sie heißen Maronen oder Butterpilze, und im Internet steht, daß das zwei verschiedene Arten sind??!!??!! Wie lange dauert es eigenlich, bis man die ersten Symptome hat?) gab es heute eine leckere Gemüsepfanne zum brettelharten Rindschnitzel (Schnitzel konnte ich noch nie richtig braten/schmoren/oder was man damit auch immer macht!).
Der Gemüsegarten gibt noch einiges her. Ich konnte EINE ZUCCHINI ernten. Treue Leser wissen, daß ich damit nicht soooo viel Glück habe. Ja, ich weiß, Zucchini ist ein Mehrzahlwort, und ein Stück ist ein Zucchinerich (oder so ähnlich; ich frage bei Gelegenheit einen Italiener). Dieser war auf jeden Fall sehr klein, naja, was soll's, auf die Größe kommt's ja nicht an, und Zucchini soll man ja eh jung ernten...
Mit ein paar Tomaten (diese kleinen gelben ernte ich schon seit Anfang des Sommers, und es werden nicht weniger!), einer Pastinake, Thymian und Pilzen aus dem nahegelegenen Wald (die hat mein Nordlicht vom Spaziergang mit unserer zweiten Katze Mieze mitgebracht und mir versichert, daß es die einzigen sind, die er erkennt, und daß er weiß, daß sie essbar sind, aber warum meint er dann, sie heißen Maronen oder Butterpilze, und im Internet steht, daß das zwei verschiedene Arten sind??!!??!! Wie lange dauert es eigenlich, bis man die ersten Symptome hat?) gab es heute eine leckere Gemüsepfanne zum brettelharten Rindschnitzel (Schnitzel konnte ich noch nie richtig braten/schmoren/oder was man damit auch immer macht!).
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Mittwoch, 12. September 2012
Die kleine Raupe Nimmersatt und mein Brokkoli
Heute habe ich ganz plötzlich verstanden, warum Kohlpflanzen mit Netzen geschützt werden sollen. Das Aha-Erlebnis kam beim Waschen des Brokkoli, den ich gestern geerntet und heute aus dem Kühlschrank geholt habe, um ihn zu dämpfen. Da war nicht nur eine kleine Raupe Nimmersatt, sondern...ich hab sie nicht gezählt. Am Weißkraut sind sie nicht so schlimm, man kann sie leicht absammeln, aber in den Brokkoliröschen sind sie ziemlich gut getarnt. Ein paar Insekten-Proteine schaden zwar sicher nicht, aber ich habe trotzdem keine Lust, kleine grüne Raupen mitzuessen! Da hilft nur - sorgfältig säubern oder besser: nächstes Jahr Schutznetze kaufen!!!
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