Ich liebe Quiche und andere pikante Kuchen. Sie gehören zu den wenigen Dingen, die ich freihändig kochen kann. Im Prinzip kann man in so eine Quiche alles reinhauen, dann Eier und Rahm (ich bevorzuge sauren Rahm) dazu, und fertig. Wer gar keine Zeit oder Lust hat, den Teig selbst zu machen - der Strudel-Mürbteig von Spar eignet sich sehr gut für eine Quiche. Oft steht in den Rezepten Blätterteig, aber ich persönlich mag Blätterteig nicht so gern und mache meistens einen Mürbteig. Heute habe ich einen "Blitz-Tarte-Teig" versucht, aus meinem neuen Kochbuch (das sprang mich vorgestern in Dornbirn einfach an: "Quiches, Cakes und Tartes" von GU). Er machte seinem Namen alle Ehre und war in 5 Minuten fertig. Da ich die ganze Woche unterwegs war, bin ich nicht zum Kochen gekommen, aber heute vormittag fiel mir der Wirsing-Rest im Kühlschrank ein, da habe ich, inspiriert vom neuen Kochbuch, beschlossen, ihn später zuhause in eine Quiche zu packen.
In Dornbirn habe ich auch ein (für mich) neues Restaurant entdeckt - Gabriel's Cucina. Ich habe dort hervorragende Nudeln gegessen und nebenbei in einem italienischen Kochbuch-Schmöker geblättert. Es war sehr dick - vielleicht enthielt es ja alle italienischen Rezepte ;) - und hatte einen langen einleitenden Teil, in dem zum Beispiel das stand:
Sehr sympathisch fand ich auch diesen Text:
Ich brauche auch immer sofort etwas zu essen ;)
Blitz-Tarte-Teig (für eine 28-30 cm Form):
240 g Mehl, 1 TL Backpulver, je 1 Prise Salz und Zucker, 80 ml neutrales Pflanzenöl (ich habe Erdnussöl verwendet) und 80 ml heißes Wasser in eine verschließbare Box geben und gut durchschütteln. Was da herauskommt ist krümelig und muß noch mit den Händen durchgeknetet werden. Dann ohne Ruhezeit ausrollen und weiterverarbeiten.
Mein Teig wurde nicht so geschmeidig wie er auf dem Foto im Kochbuch aussah (aber ich möchte nicht wissen, was da alles getrickst wird) und schmeckte trotzdem gut.
Wirsing-Quiche:
(Mengenangaben sind aus dem Kochbuch, meine Version steht in den Klammern; gerade bei Quiche kann man sich wirklich auf eigene Vorlieben verlassen)
600 g Wirsing (Jule: unbekannte Menge, halt der Rest aus dem Kühlschrank)
3 mittelgroße Zwiebeln (2 kleinere)
1 Knoblauchzehe
150 g gekochter Schinken (eine Scheibe, 5 cm dick)
150 g Edamer (ich habe höchstens die Hälfte verwendet, und es war irgendein Käse, der schmilzt; meist verwende ich geriebenen Emmentaler)
3 EL Öl
Salz
3 Eier (4)
250 g Sahne (Sauerrahm - ich mag keine Quiche mit Schlagobers)
etwas Milch
Muskat
Den Teig ausrollen und in die Form geben, mit der Gabel mehrmals einstechen und bei 200 Grad (Umluft 180) 10-15 Minuten backen.
Inzwischen Zwiebeln, Knoblauch und Schinken in Öl anbraten, Wirsing (in Streifen geschnitten) ca. 5 Minuten mitbraten. Auf dem Teig verteilen, salzen.
Käse darauf verteilen (gerieben oder in Streifen geschnitten oder grob zerteilt, je nach Laune).
Eier und Rahm vermischen, ev. etwas Milch hinzufügen (wenn die Mischung zu dickflüssig ist), salzen, über den Wirsing gießen. Mit Muskat würzen.
30-45 Minuten backen. Ich verwende bei Quiches gerne die Funktion "Intensivbacken" (170 Grad), das hat sich bewährt, wenn viel Flüssigkeit gebacken werden muß. Sonst 200 Grad Ober- und Unterhitze oder 180 Grad Umluft.
Oft mache ich eine Lauchquiche mit oder ohne Speck/Schinkenwürfel (dafür den Lauch in Scheiben geschnitten ein paar Minuten in Salzwasser kochen) oder eine Quiche mit Mozarella und Tomaten (dann natürlich ohne weiteren Käse).
Und was sagt mein Nordlicht, der sich seit Jahren beharrlich weigert, Quiche und Co gut zu finden, weil das doch komisch ist, so ein Kuchen, der dann nicht süß ist? "Sensationell"! Woher der plötzliche Sinneswandel kommt, weiß ich nicht. Aber in Zukunft kann ich wohl öfter Quiche backen und muß sie nicht alleine essen. Vielleicht krieg ich das bei Risotto auch noch hin?
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Freitag, 9. November 2012
Quiche und Co
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Quiche und Co,
Rezepte,
schnell zubereitet,
Wirsing
Montag, 29. Oktober 2012
Cantuccini und das Haselnussknöpfli-Desaster
Inspiriert von diesem Blog, in dem es meistens mehr ums Nähen und um die Kinder, als ums Backen und Kochen geht, habe ich gestern Cantuccini gebacken. Ich verwende folgendes, sehr leckeres und idiotensicheres Rezept:
2 ganze Eier, 2 Dotter
200g Kristallzucker
eine Prise Salz
200 g ganze, ungeschälte Mandeln (oder einen Teil gemahlen)
300 g glattes Mehl (bei Dinkelmehl 1 Ei mehr verwenden)
1 Messerspitze Backpulver
Eier, Dotter, Zucker und Salz schaumig rühren, Mehl und Backpulver einrühren und dann die Mandeln unterheben.
3 gleich große Rollen formen* und aufs Backblech (mit Backpapier) legen, bei 170 Grad 35-40 Minuten backen.
Aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen (damit man sie angreifen kann), in Stücke schneiden und diese noch 5** Minuten ins auskühlende Rohr geben.
* Solche Anweisungen finde ich immer klasse. Wer die Cantuccini nachbäckt, weiß, warum. Der Teig ist nämlich sehr zäh, und von "Rollen formen" kann keine Rede sein. Ich verteile den Teig mit einem Teigschaber auf drei Portionen auf dem Backblech und streiche die dann irgendwie zurecht. Das sieht dann so aus:
Gebacken, vor dem Schneiden (diesmal etwas blass):
und ganz fertig:
** Wie lange man sie beim zweiten Mal bäckt, hängt davon ab, wie hart man sie haben möchte. Ich persönlich mag sie lieber etwas weicher, aber, wenn man sie härter bäckt, halten sie sicher länger. Obwohl - lange halten tun sie eigentlich eh nie ;)
Als die Cantuccini im Ofen waren, habe ich mehrere Dinge gleichzeitig begonnen. Das war schon der erste Fehler (angeblich sind wir Frauen ja multi-tasking, aber auch das hat seine Grenzen). Die beiden Eiklar, die von den Cantuccini übrig waren, habe ich mit 130 g Zucker vermischt und Spanischen Wind daraus gemacht. (Sie bleiben EWIG im Ofen bei niedriger Temperatur, so 50 oder 60 Grad. Da ich immer wieder nachgeschaut habe und die Zeit verlängert, weiß ich echt nicht, wie lange das gedauert hat).
Wiederum inspiriert von einem Blog habe ich Haselnussknöpfli mit Meerrettich-Birnen-Wirsing ausprobiert. Das sah so gut aus in dem (sehr schönen) Blog! Ist es sicher auch! Zu meiner Verteidigung kann ich sagen, daß ich a) zum ersten Mal in meinem Leben (ja, wirklich!) Knöpfli, Spätzle oder ähnliches gemacht habe (äh, versucht habe, zu machen), und daß es mir b) am passenden Utensil zur Spätzle-Erzeugung fehlt (keine flotte Lotte, Kein Spätzle-Sieb, nur ein paar andere Siebe, die sich als völlig ungeeignet herausstellten). Für den Wirsing hatte ich keinen frischen Kren, sondern nur ein Gläschen (und da habe ich zuviel rausgelöffelt!), und Obers hatte ich auch nicht, nur Sauerrahm. Also, was soll ich sagen - ein Desaster. Ein paar Knöpfli waren essbar, ich bezweifle allerdings, daß die so gedacht waren. Der Wirsing war ganz ok und wäre sicher super gewesen, wenn ich nicht...siehe ein paar Zeilen weiter oben. Mein Nordlicht nahm's gelassen: "Mit Spätzle kannst Du mich eh nicht fangen".Er ist halt halt doch kein Spätzle-Nockerl-Knödel-Esser. Ich mag sie schon, kann aber auch ohne leben. Somit fehlt es mir etwas an Ehrgeiz, das richtig zu lernen. Es gibt Dinge, die kocht man sich halt nicht selbst, sondern ißt sie nur im Restaurant. Das Wirsing-Rezept werde ich mir aber merken und das nächste wirklich nach Anleitung machen. Wär doch gelacht! Ein halber Wirsing-Kopf wartet ja noch im Kühlschrank.
2 ganze Eier, 2 Dotter
200g Kristallzucker
eine Prise Salz
200 g ganze, ungeschälte Mandeln (oder einen Teil gemahlen)
300 g glattes Mehl (bei Dinkelmehl 1 Ei mehr verwenden)
1 Messerspitze Backpulver
Eier, Dotter, Zucker und Salz schaumig rühren, Mehl und Backpulver einrühren und dann die Mandeln unterheben.
3 gleich große Rollen formen* und aufs Backblech (mit Backpapier) legen, bei 170 Grad 35-40 Minuten backen.
Aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen (damit man sie angreifen kann), in Stücke schneiden und diese noch 5** Minuten ins auskühlende Rohr geben.
* Solche Anweisungen finde ich immer klasse. Wer die Cantuccini nachbäckt, weiß, warum. Der Teig ist nämlich sehr zäh, und von "Rollen formen" kann keine Rede sein. Ich verteile den Teig mit einem Teigschaber auf drei Portionen auf dem Backblech und streiche die dann irgendwie zurecht. Das sieht dann so aus:
Gebacken, vor dem Schneiden (diesmal etwas blass):
und ganz fertig:
** Wie lange man sie beim zweiten Mal bäckt, hängt davon ab, wie hart man sie haben möchte. Ich persönlich mag sie lieber etwas weicher, aber, wenn man sie härter bäckt, halten sie sicher länger. Obwohl - lange halten tun sie eigentlich eh nie ;)
Als die Cantuccini im Ofen waren, habe ich mehrere Dinge gleichzeitig begonnen. Das war schon der erste Fehler (angeblich sind wir Frauen ja multi-tasking, aber auch das hat seine Grenzen). Die beiden Eiklar, die von den Cantuccini übrig waren, habe ich mit 130 g Zucker vermischt und Spanischen Wind daraus gemacht. (Sie bleiben EWIG im Ofen bei niedriger Temperatur, so 50 oder 60 Grad. Da ich immer wieder nachgeschaut habe und die Zeit verlängert, weiß ich echt nicht, wie lange das gedauert hat).
Wiederum inspiriert von einem Blog habe ich Haselnussknöpfli mit Meerrettich-Birnen-Wirsing ausprobiert. Das sah so gut aus in dem (sehr schönen) Blog! Ist es sicher auch! Zu meiner Verteidigung kann ich sagen, daß ich a) zum ersten Mal in meinem Leben (ja, wirklich!) Knöpfli, Spätzle oder ähnliches gemacht habe (äh, versucht habe, zu machen), und daß es mir b) am passenden Utensil zur Spätzle-Erzeugung fehlt (keine flotte Lotte, Kein Spätzle-Sieb, nur ein paar andere Siebe, die sich als völlig ungeeignet herausstellten). Für den Wirsing hatte ich keinen frischen Kren, sondern nur ein Gläschen (und da habe ich zuviel rausgelöffelt!), und Obers hatte ich auch nicht, nur Sauerrahm. Also, was soll ich sagen - ein Desaster. Ein paar Knöpfli waren essbar, ich bezweifle allerdings, daß die so gedacht waren. Der Wirsing war ganz ok und wäre sicher super gewesen, wenn ich nicht...siehe ein paar Zeilen weiter oben. Mein Nordlicht nahm's gelassen: "Mit Spätzle kannst Du mich eh nicht fangen".Er ist halt halt doch kein Spätzle-Nockerl-Knödel-Esser. Ich mag sie schon, kann aber auch ohne leben. Somit fehlt es mir etwas an Ehrgeiz, das richtig zu lernen. Es gibt Dinge, die kocht man sich halt nicht selbst, sondern ißt sie nur im Restaurant. Das Wirsing-Rezept werde ich mir aber merken und das nächste wirklich nach Anleitung machen. Wär doch gelacht! Ein halber Wirsing-Kopf wartet ja noch im Kühlschrank.
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