Sonntag, 16. September 2012

Salzzitronen!

Endlich hab' ich's geschafft - ich habe Salzzitronen eingelegt.



Auch, wenn Erinnerungen an das Naturhistorische Museum wach werden...so sehen sie nun mal aus. In ein paar Wochen sind sie fertig. Natürlich muß ich dann sofort die Hühnchen-Tajine kochen, um zu sehen, ob sich das mit den Zitronen auszahlt. Der Herstellungsaufwand ist allerdings gering. In 10 Minuten sind die Zitronen im Glas. Ehrlich!

Kürzlich habe ich bei einem Stand der Salzachgalerien das "Sel de ma vie" entdeckt, ein sensationell gutes Meersalz aus Frankreich. Seitdem verwende ich kein anderes Salz mehr zum Kochen (außer für's Nudelwasser). Ich hatte Jamie Oliver das mit dem Meersalz nicht geglaubt, aber vermutlich hatte ich bisher kein wirklich gutes.
P.S.: auf der Sel de ma vie - Homepage findet man noch nicht so viele Infos, aber auf Facebook (u.a. Verkaufstermine). Es zahlt sich aus, danach zu suchen! Letzten Freitag habe ich es z.B. bei der Raststation St. Valentin entdeckt.

Mittwoch, 12. September 2012

Die kleine Raupe Nimmersatt und mein Brokkoli

Heute habe ich ganz plötzlich verstanden, warum Kohlpflanzen mit Netzen geschützt werden sollen. Das Aha-Erlebnis kam beim Waschen des Brokkoli, den ich gestern geerntet und heute aus dem Kühlschrank geholt habe, um ihn zu dämpfen. Da war nicht nur eine kleine Raupe Nimmersatt, sondern...ich hab sie nicht gezählt. Am Weißkraut sind sie nicht so schlimm, man kann sie leicht absammeln, aber in den Brokkoliröschen sind sie ziemlich gut getarnt. Ein paar Insekten-Proteine schaden zwar sicher nicht, aber ich habe trotzdem keine Lust, kleine grüne Raupen mitzuessen! Da hilft nur - sorgfältig säubern oder besser: nächstes Jahr Schutznetze kaufen!!!

Dienstag, 11. September 2012

Blühende Brokkoli

Für alle, die schon immer mal wissen wollten, wie Brokkoli wachsen (und davon so wenig Ahnung haben wie ich bisher, da sie die Brokkoli ja immer nur im Supermarkt kaufen, so als Blumensträußchen, oder tiefgekühlt, schon in Röschen aufgeteilt)...



...und so sieht er aus, wenn er sich anschickt, zu blühen:


...oder es schon tut (eigentlich sollte man ihn davor ernten...)


So habe ich also heute den ersten Strauß abgeschnitten und in den Kühlschrank verfrachtet. Sieht so aus, als würde ich morgen oder übermorgen Brokkoli essen. Ich habe mehrere Pflanzen (die viel zu eng beieinander sitzen, weil ich es immer nicht übers Herz bringe, welche auszureissen, wenn sie noch so klein und putzig sind und weit von einander entfernt stehen, und dann wachsen sie und bekommen ausladende Blätter und behindern einander, und dann übersehe ich, daß ein Brokkoli schon blüht. Naja, vielleicht lerne ich es ja nächtes Jahr). Und nachwachsen soll er auch, nachdem man den ersten Strauß geerntet hat. Vielleicht sollte ich schon mal nach Brokkoli-Rezepten googeln.

Gurkenalarm - die Zweite

Vor ein paar Tagen habe ich beschlossen, die restlichen ausgewachsenen Gurken zu ernten. Tja, was soll ich sagen...es wurde eine recht stattliche Ernte (waren ja nicht die ersten die ich gepflückt habe...)


...und auch nicht die letzten, wie ich heute zufällig entdeckt habe. Ich wollte nur ein paar Blätter entfernen, die von irgendeiner Krankheit befallen sind, in der Hoffnung, daß diese sich nicht ausbreitet, und dabei sind mir auch ein paar kleine Schnecken (mit Häuschen) in die Hände gefallen (wie kommen die nur in mein Hochbeet???!!! Wenigstens sind sie zu klein, um richtigen Schaden anzurichten, und nicht so eklig wie Nacktschnecken). Und dann entdeckte ich sie: Gurken! Klammheimlich sind sie in den letzten Tagen gewachsen. Eine war schon wieder reif zum Ernten (und wurde gleich der Nachbarin gebracht, denn in meiner Küche liegen noch ein paar der letzten Ernte). Die anderen sind noch klein, aber eindeutig bereit zu Wachsen. Hier einige der Übeltäter:



Ich war schon recht kreativ, was die Verwertung der Gurken betrifft. Ich habe ein Dinkel-Tomaten-Gurken-"Risotto" gekocht (warum das in dem Rezept Risotto getauft wurde, ist mir, ehrlich gesagt, ein Rätsel, denn es findet sich kein einziges Reiskörnchen darin), Gurken eingekocht (mit Essig eingekocht und dann in Öl eingelegt) und einen Toskanischen Brotsalat gemacht (auch mit Gurken und Tomaten - von letzteren habe ich nämlich ähnlich viele). Und noch immer liegen Gurken in der Küche, und, wie's ausschaut, kommen noch ein paar dazu. Ich kenne solche Geschichten von Leuten, die Zucchini  anbauen. Die essen dann auch Zucchini in allen Variationen, bis sie ihnen zu den Ohren rauskommen. Das ist mir noch nicht passiert. Mit Zucchini habe ich irgendwie kein Glück. Die beiden Pflanzen im letzten Jahr hatte ich in die Böschung gepflanzt, vermutlich mit viel zu wenig Substrat (in den Lehmboden...) und gedüngt habe ich sie auch nie, und dann hat es soviel geregnet, daß die Blüten immer abgefault sind. Dieses Jahr habe ich eine Pflanze ins Hochbeet gesetzt, die wollte bisher auch nicht so richtig, aber heute kann ich gewisse Erfolge melden. Mindestens eine Frucht wird was, und zwei weitere schauen recht vielversprechend aus (man wird genügsam). Ich würde auch sonst nicht aufgeben, denn Zucchini wachsen wirklich bei jedem im Garten bzw. am Komposthaufen, da werde ich das wohl auch schaffen!!!

Donnerstag, 6. September 2012

Gurkenalarm!

Fragt mich nicht, was ich mit meiner Gurke gemacht habe! Ich habe sie bloß ins Hochbeet gepflanzt (wieder mal ein Jungpflänzchen der Arche Noah) und gegossen. Als sie größer wurde, habe ich ihr ein Rankgerüst gekauft, an dem sie emporwachsen kann. Als sie noch größer wurde, bekam sie ein zweites Rankgerüst, damit sie sich weiter ausbreiten kann. Wenn ich sie nicht gezwungen hätte, nach oben zu wachsen, würde sie vermutlich das ganze Hochbeet ausfüllen (und es ist ein sehr großes Hochbeet!). 


Uns sie bekam nicht nur viele Blätter, sondern auch viele Blüten und dann irgendwann Gurken. Da stellt sich natürlich irgendwann die Frage - wohin mit den ganzen Gurken??? Nachbarn beschenken, Gurkensalat, Einkochrezepte im Internet suchen...Was man sonst noch so mit Gurken kochen kann, habe ich heute ergoogelt. Zwei Rezepte von Gute Küche habe ich heute auspropiert: eine warme Gurkensuppe und die Schmorgurken mit Kartoffeln, Gurken und Joghurt. Beides ist sehr einfach und schnell zu kochen (auch ohne Dampfgarer - ich habe nur asiatische Dämpfkörbchen) und schmeckt sehr gut! Kann sein, daß es in nächster Zeit etwas öfter Gurken gibt...

Dienstag, 4. September 2012

Eingelegte Salzzitronen

Noch nie probiert, aber bald werde ich meine eigenen Erfahrungen berichten...

1) 10 unbehandelte Zitronen heiß waschen und abtrocknen. Kreuzweise 1 cm tief einschneiden (nicht durchschneiden!).

2) Jede Zitrone mit etwas Meersalz füllen und fest zusammendrücken.

3) Etwas Meersalz in ein großes, hohes Einmachglas füllen. Die Zitronen einschichten, dabei immer wieder mit Meersalz bestreuen.

4) 2 Zitronen auspressen und den Saft über die Zitronen gießen. Mit kochendem Wasser auffüllen und etwa 4 Wochen marinieren lassen.

Die Schale wird in dünne Streifen geschnitten und in vielen marokkanischen Gerichten, aber auch in Salat verwendet.

Tajine mit Huhn und Oliven

Das ist ein Gericht, das ich besonders gerne koche. Nicht nur, weil es so gut schmeckt, sondern auch, weil es so schnell vorbereitet ist (und dann köchelt es sich von selbst). Allerdings ist es bei mir immer etwas abgewandelt, weil a) ich es nicht gern hab', wenn das Hühnchen beim Anbraten so spritzt, b) ich es noch nie geschafft habe, eingelegte Salzzitronen zu produzieren oder einzukaufen (ob man die außerhalb von Wien überhaupt irgendwo bekommt???) und c) ich nie Hühnersuppe zuhause habe (außer, wenn ich gerade welche gekocht habe, aber die ist dann auch immer gleich weggegessen).

Hier ist das Originalrezept:
12 Hühnerteile
1 TL Zimt, 1 TL Ingwerpulver, 1/2 TL Curcuma, 1 TL Paprika edelsüß, 1/2 TL Peffer
Olivenöl
2 Zwiebeln, gehackt
1 rote Paprikaschote, in kleine Stücke geschnitten
frischer Koriander, gehackt (Menge nach persönlicher Vorliebe - Koriander liebt man oder man hasst ihn!!! Ist Letzteres der Fall, stattdessen Petersilie verwenden.)
375 ml Hühnerbrühe
4 Schalen einer eingelegten Salzzitrone, in dünne Streifen geschnitten (ich habe noch nie verstanden, ob das "Schalen von 4 Zitronen" heißen soll. In einem anderen Rezept kommen auf 1 Huhn à 1,2 kg 1 1/2 Zitronen)
2 EL Zitronensaft
1 Becher grüne Oliven

Zubereitung:
Hühnerteile mit den Gewürzen vermischen, 1 Stunde durchziehen lassen, dann in einem großen Topf anbraten. Hühnerteile aus dem Topf nehmen rausnehmen.
Zwiebeln und Paprika bei schwacher Hitze ca. 5 Minuten dünsten, rausnehmen, Hühnerteile wieder in den Topf geben, Zwiebeln und Paprika, Koriander, Brühe, Zitronenstreifen und -saft und Oliven hinzufügen.
Zugedeckt 40 Minuten köcheln lassen.
Eventuell die Sauce mit Maisstärke binden.

Dazu habe ich am liebsten Couscous und einen grünen Salat.

Meine Variante:
Ich habe das Rezept nur beim ersten Mal so gemacht (abgesehen von den Salzzitronen, die hatte ich noch nie). Es hat beim Anbraten der Hühnchenteile furchtbar gespritzt, und die Haut wurde nach dem Schmoren in der Suppe ohnehin wieder ganz weich. Ich dünste also einfach Zwiebeln und Paprika, gebe die Gewürze dazu und brate alles noch einmal durch. Statt Hühnerbrühe nehme ich selbstgemachte Gemüsesuppe. Dieses Mal habe ich erstmals das Suppenpulver verwendet. Koriander verwende ich sehr vorsichtig und statt der Salzzitronen ganz normale Zitronenschale. Obwohl ich schon wissen möchte, wie es mit den Salzzitronen schmeckt! Ich schreibe als nächstes das Rezept auf, dann habe ich etwas Ansporn, sie bald mal zu machen...
Diesmal hatten wir ein ganzes Huhn, das ich fachmännisch zerlegen ließ ;)


Die Paprika sind aus dem Garten, ich habe sie im Topf angepflanzt. Die Pflanze ist nicht sehr groß geworden, hat aber genug Schoten für uns abgeworfen.


Sie ist auch von Arche Noah und heißt "Sweet Hungarian, black". Trotzdem sind die Paprikaschoten nicht süß, und einige werden mit der Zeit rot. Aber die Pflanze war erstaunlich leicht aufzuziehen. Gelegentlich hat sie etwas Kaffeesatz als Dünger bekommen (keine Brennnesseljauche, weil sie auf der Terasse steht und das sonst tagelang stinkt).

Zwiebeln, Oliven, Paprika, Zitronenschale für ein ganzes Huhn
Mein Mann wollte noch Gurken reingeben, weil wir so viele haben und ich schon nicht mehr weiß, was ich damit machen soll. Aber da bin ich kompromisslos. Gurken sind für mich nicht zum Kochen da, höchstens zum Einkochen oder als Salat.
Dazu gab's meinen geliebten Couscous; Bulgur oder Reis passen auch gut dazu. Und ein schöner, grüner (Bio-) Salat (leider ist das Foto etwas unscharf, aber der kleine Übeltäter auf der Flucht ist zu erkennen. Ich habe keine Ahnung, wie dieses Mini-Viecher es in mein Hochbeet schaffen).