Auf besonderen Wunsch meines Nordlichts habe ich wieder mal den Mohnzopf nach dem Rezept meiner Mutter hergestellt (sag ich mal so - sie wird es auch nicht erfunden haben, aber ich weiß nicht, woher sie es hat). Ich musste mich nicht lange überreden lassen. Für Mohnjunkies ist er einfach unwiderstehlich!!!
Zutaten:
200 g Mehl, 1 gestrichener TL Backpulver, 1 Prise Salz, 1 Päckchen Vanillezucker
150 g Butter
200 g Topfen
für die Fülle:
200 g geriebener Mohn
4 EL heiße Milch
100 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
Zitronenschale
Zubereitung für Chaoten (also so Leute wie ich, die den Teig kneten, und dann mit klebrigen Händen draufkommen, daß Blech und Backpapier noch gut in der Lade verstaut sind und die Fülle noch nicht fertig ist):
1) Die Zutaten für die Fülle vermischen, sie darf ruhig etwas feucht sein, aber immer noch krümelig
2) Backblech rausholen
3) Backpapier zuschneiden, dann ein nasses Tuch auf die Arbeitsplatte legen, das Backpapier darauflegen
4) Mehl und die anderen trockenen Zutaten vermischen, mit der Butter abbröseln - hier versagt meine geliebte Kitchen Aid, Handarbeit ist angesagt (ich kann es nicht leiden, wenn meine Hände teigverklebt werden, aber was soll man machen, mit der Küchenmaschine funktionert dieser Teig einfach nicht)
5) Topfen dazukneten
Das geht alles recht schnell und einfach, und man muß den Teig vor dem Auswalken nicht einmal rasten lassen (laut Rezept schon, habe ich gerade entdeckt; aber ich habe ihn heute versehentlich sofort weiterverarbeitet, und das klappte hervorragend).
6) den Teig auf das Backpapier legen und ausrollen (wenn man den Teig auf der Arbeitsplatte ausrollt, hat man nachher das Problem, daß man ihn, ohne ihn zu zerreissen, auf das Backpapier verfrachten muß; daher diese Sache mit dem nassen Tuch...)
6) das mittlere Drittel des Teigs mit der Fülle bestreichen
7) die äußeren zwei Drittel des Teigs in etwa 2 cm breite Streifen radeln
Dann wird der Zopf geflochten. Das hat mir meine Mutter nie gezeigt (auch nicht das Radeln - kann sein, daß man das versetzt machen muß), ich habe immer nur das Endergebnis gesehen.
Ich fange immer falsch rum an, deswegen ist auf dem Teig jetzt außen Mohn (ich mußte ihn noch einmal auseinanderfalten). Also immer zuerst das Endstück einfalten, und dann die geradelten Finger abwechselnd übereinanderlegen. Dann wird der Mohnzopf noch mit Eigelb bestrichen.
Ich finde, er sieht gar nicht so schlecht aus. 20-30 Minuten bei 200 Grad backen.
8) Als Draufgabe kann man noch eine Zuckerglasur machen. Dazu kocht man 60 g Zucker und 1/16 l Wasser aufgekocht, "bis zum kleinen Flug". Ja, ich frage mich auch immer wieder, wie das genau aussehen soll. Siehe Exkurs weiter unten. Heute ist die Glasur mal gelungen, daher gibt es eine genaue Anleitung: die Zuckerlösung bei starker Hitze (blubbert ganz schön stark) kochen, und zwar 2 Minuten (als moderne Hausfrau habe ich das mit der Stoppuhr des I-Pads gestoppt), dann rinnt sie nicht mehr vom Löffel, sondern zieht sich schon etwas, und dann muß man sie schnell auf den Zopf auftragen, bevor sie richtig fest wird.
Als der Mohnzopf fertig war, habe ich vergessen, ihn zu fotografieren, weil ich so gierig darauf war, ihn gleich anzuschneiden. Daher gibt es nur noch ein Teilfoto:
Das Prinzip mit dem kleinen Flug ist so: die Zuckerlösung soll eine Temperatur von 112-113 Grad erreichen. Dazu kocht man sie bei starker Hitze. Zur Probe taucht man eine kleine Drahtschlinge hinein und bläst dann vorsichtig durch, dabei soll sich eine Blase bilden. Soweit die Theorie. Die Praxis schaut so aus, daß ich weder eine Drahtschlinge habe noch ein Thermometer (letzteres würde sich vielleicht mal lohnen), und die Glasur daher entweder steinhart oder so klebrig wird, daß der Mohnzopf an den Zähnen kleben bleibt. In jedem Fall schmeckt er sensationell, ist aber vielleicht schwierig zu essen, wenn das mit dem Zucker falsch läuft. Aber mit meiner Anleitung von heute sollte es klappen!
Donnerstag, 18. Oktober 2012
Muttis Mohnzopf
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Sonntag, 14. Oktober 2012
Lagerfeuerromantik
Nach dem Aufräumen im Garten gab's heute noch ein Lagerfeuer auf der Terrasse (in der Feuerschale) und ein leckeres Abendessen - Fisch und Lammbratwürstel (Mondseelamm) auf der Feuerschale gegrillt (jaja, passt nicht so zusammen, aber wir hatten halt Lust auf beides), dazu Maronenröhrlinge aus dem benachbarten Wald, zubereitet nach diesem Rezept (also, ich finde, die teuren Steinpilze kann man sich sparen!) und ein Fenchelgemüse mit Speck und weißen Bohnen. Dazu werden Speckwürfel in der Pfanne in Olivenöl angebraten, dann kommen Fenchel und Meersalz dazu, das Ganze wird dann zugedeckt gedünstet, bis der Fenchel weich ist. Dicke weiße Bohnen dazumischen und mit Zitronensaft abschmecken. Einfach und sehr gut! Ich habe Thymian mitgekocht, Rosmarin geht genauso. Wenn beides nicht im Haus ist, geht's auch ohne Kräuter, der Fenchel ist ohnehin sehr aromatisch.
Aufgeräumt
Mittlerweile gibt es in unserem kleinen Garten nur noch wenig zu tun. Da wir so lange noch sonnige Tage hatten und immer noch haben, habe ich gar nicht richtig gemerkt, daß wir schon mitten im Herbst sind. Wir nutzen das schöne Wetter, um im Garten ein bißchen aufzuräumen, noch etwas zu ernten und die letzten Pflanzen zu säen (und natürlich, um den Vorrat an Brennholz für den Kamin aufzufüllen!!!). Die letzte Artischocke habe ich nicht geerntet, sie belohnt mich jetzt mit einer schönen Blüte:
Von unten her hat sie noch ziemlich viele Blätter bekommen, die ich heute schon wegschneiden wollte, weil ich so beim Aufräumen im Hochbeet war, da habe ich entdeckt, daß die Blätter eine Regenwurmkinderstube beherbergen.
Die letzten Gurken nehmen mitunter recht eigenwillige Formen an:
Die Gurkenpflanze ist mittlerweile völlig hin, also habe ich sie ausgerissen und an ihrer Stelle Feldsalat und Spinat gesät (ui, wieder völlig vergessen, auf Fruchtfolge zu achten!). Sie ist von irgendeiner Krankheit befallen, die Blätter sind alle völlig vertrocknet, aber egal, sie hat ja wirklich genügend Gurken abgeworfen! (siehe Gurkenalarm und Gurkenalarm II)
Die Froschjagende Raubkatze machte heute auf ganz liebes Kätzchen...
...ich habe sie allerdings in Verdacht, mein Zwiebelbeet als Katzenklo zu mißbrauchen (frische, nackte Erde lieben Katzen besonders. Oder die Sandkiste der Nachbarkinder). Heute habe ich also neue Steckzwiebeln gepflanzt und das Beet vorsorglich mit Vlies abgedeckt.
Der Knoblauch, den ich vor kurzem erst gepflanzt habe, ist schon ausgetrieben. Ich bin gespannt, ob die Pflänzchen den Winter überleben...
Die Salatmischungen Misticanza und Oriental Mix von Reinsaat gedeihen auch jetzt noch prächtig (ich habe im August neu gesät), sie sollen auch Frost aushalten (ich werde sie aber, wenn es soweit ist, zur Sicherheit abdecken).
Man kann ständig Blätter pflücken, sie wachsen immer wieder nach.
Die Brokkoli bemühen sich auch noch, ein paar Röschen zu produzieren, ich habe sie allerdings viel zu eng gepflanzt. Das schaut am Anfang ja nie so aus, wenn man aussät oder Jungpflanzen pflanzt, aber dann wachsen sie, und ich bringe es immer nicht über's Herz, welche auszureißen (beim Umpflanzen gehen meine Pflanzen meistens ein). Heute habe ich 3 weggegeben, die keine Röschen mehr haben (bzw. 2 ohne Röschen, die dritte verhederte sich in den anderen und ging auch mit). Vielleicht entwickeln sich die anderen dann besser (oder es ist jetzt schon zu spät für solche Aktionen).
Heute habe ich mich auch von den Tomatenpflanzen getrennt (bis auf eine). Sie sind von Braunfäule befallen und übertragen das dann auch auf die Früchte. Die heutige Ernte kann sich aber noch sehen lassen (so viele Pflanzen sind es ja nicht):
Auf Bereichen im Hochbeet, auf denen gerade nichts wächst, habe ich Gründüngung gesät, und zwar Phacelia.
Phacelia eignet sich anscheinend als Vorfrucht für alles. Man lässt sie über den Winter auf dem Beet, sie friert ab, und im Frühling kann man sie zur Stickstoffanreicherung in den Boden einarbeiten oder einfach zur Seite schieben, und dazwischen säen - dann hat man auch gleich eine Mulchdecke.
Ob aus meinem Fenchel noch was wird, steht in den Sternen. Die Pflanzen sind schon noch recht klein.
Und was gibt es sonst noch zu erzählen? Ich brauche dringend einen Komposter!!! Es tut mir richtig weh, die ganzen Pflanzen"abfälle" in die Biotonne zu stopfen, wo doch so schöne Komposterde daraus werden könnte! Aus Platzmangel wird es wohl so ein Plastikding werden, oder ich finde einen, der hübscher ausschaut (und dafür vermutlich furchtbar viel kostet). Für einen richtigen Komposthaufen haben wir zu wenig Platz. Der Winter ist ja laaaang...
Von unten her hat sie noch ziemlich viele Blätter bekommen, die ich heute schon wegschneiden wollte, weil ich so beim Aufräumen im Hochbeet war, da habe ich entdeckt, daß die Blätter eine Regenwurmkinderstube beherbergen.
Die letzten Gurken nehmen mitunter recht eigenwillige Formen an:
Die Gurkenpflanze ist mittlerweile völlig hin, also habe ich sie ausgerissen und an ihrer Stelle Feldsalat und Spinat gesät (ui, wieder völlig vergessen, auf Fruchtfolge zu achten!). Sie ist von irgendeiner Krankheit befallen, die Blätter sind alle völlig vertrocknet, aber egal, sie hat ja wirklich genügend Gurken abgeworfen! (siehe Gurkenalarm und Gurkenalarm II)
Die Froschjagende Raubkatze machte heute auf ganz liebes Kätzchen...
...ich habe sie allerdings in Verdacht, mein Zwiebelbeet als Katzenklo zu mißbrauchen (frische, nackte Erde lieben Katzen besonders. Oder die Sandkiste der Nachbarkinder). Heute habe ich also neue Steckzwiebeln gepflanzt und das Beet vorsorglich mit Vlies abgedeckt.
Der Knoblauch, den ich vor kurzem erst gepflanzt habe, ist schon ausgetrieben. Ich bin gespannt, ob die Pflänzchen den Winter überleben...
Die Salatmischungen Misticanza und Oriental Mix von Reinsaat gedeihen auch jetzt noch prächtig (ich habe im August neu gesät), sie sollen auch Frost aushalten (ich werde sie aber, wenn es soweit ist, zur Sicherheit abdecken).
Man kann ständig Blätter pflücken, sie wachsen immer wieder nach.
Die Brokkoli bemühen sich auch noch, ein paar Röschen zu produzieren, ich habe sie allerdings viel zu eng gepflanzt. Das schaut am Anfang ja nie so aus, wenn man aussät oder Jungpflanzen pflanzt, aber dann wachsen sie, und ich bringe es immer nicht über's Herz, welche auszureißen (beim Umpflanzen gehen meine Pflanzen meistens ein). Heute habe ich 3 weggegeben, die keine Röschen mehr haben (bzw. 2 ohne Röschen, die dritte verhederte sich in den anderen und ging auch mit). Vielleicht entwickeln sich die anderen dann besser (oder es ist jetzt schon zu spät für solche Aktionen).
Heute habe ich mich auch von den Tomatenpflanzen getrennt (bis auf eine). Sie sind von Braunfäule befallen und übertragen das dann auch auf die Früchte. Die heutige Ernte kann sich aber noch sehen lassen (so viele Pflanzen sind es ja nicht):
Auf Bereichen im Hochbeet, auf denen gerade nichts wächst, habe ich Gründüngung gesät, und zwar Phacelia.
| Phacelia und - hinten links - die einzige Sellerieknolle, die sich gut entwickelt (siehe auch hier) |
Ob aus meinem Fenchel noch was wird, steht in den Sternen. Die Pflanzen sind schon noch recht klein.
Und was gibt es sonst noch zu erzählen? Ich brauche dringend einen Komposter!!! Es tut mir richtig weh, die ganzen Pflanzen"abfälle" in die Biotonne zu stopfen, wo doch so schöne Komposterde daraus werden könnte! Aus Platzmangel wird es wohl so ein Plastikding werden, oder ich finde einen, der hübscher ausschaut (und dafür vermutlich furchtbar viel kostet). Für einen richtigen Komposthaufen haben wir zu wenig Platz. Der Winter ist ja laaaang...
Mittwoch, 10. Oktober 2012
Katzen sind keine Vegetarier
Das weiß ich ja. Natürlich. Aber vielleicht kann ich sie doch umstimmen? Solche Ideen kommen mir gerade, da ich nach Mitternacht, eigentlich völlig übermüdet, in meinem Bett liege und nicht mehr schlafen kann, weil ich gerade den dritten Frosch aus meinem Wohnzimmer entfernt habe. Der erste lag schwer atmend auf dem Rücken, als ich gegen neun nach Hause kam. Den zweiten brachte Tigerchen, als ich gerade am Wegdösen war. Ich hörte sie unten gurren (das macht sie immer, wenn sie ein Geschenk bringt), das wollte ich ignorieren und weiterschlafen. Aber als es dann rumms machte, habe ich doch nachgesehen und den neuen Frosch rausgeworfen. Nun lässt sich eine Katze ihre Beute nicht einfach wegnehmen. Also ist sie, so schnell konnte ich gar nicht gähnen, durch die Katzenklappe wieder raus. Was soll ich sagen? Eine halbe Stunde später wiederholte sich das Ganze. Also habe ich sie geschnappt, ins Schlafzimmer mitgenommen und die Türe zugemacht. Ihr glaubt, schreiende Kinder sind nervtötend? Verbringt mal ein paar Minuten mit zwei jagdlustigen Katzen (Mieze war nun auch munter) in einem geschlossenen Raum! Ich habe mich totgestellt. Die Katzen haben gemaunzt und mit den Pfoten an der Tür gewischt. Dreimal dürft Ihr raten, wer gewonnen hat.
Was das mit Garten und Küche zu tun hat? Wenig. Aber das Gartenleben besteht ja nicht nur aus Gemüse im Hochbeet. Und wenn man Katzen hat, "lernt man auch einiges über die Fauna der Umgebung", wie meine Freundin Liane so schön bemerkt hat. Seit wir die beiden Katzen haben, wissen wir zum Beispiel, dass es bei uns viele Blindschleichen gibt (ich habe in den vierzig Jahren meines bisherigen Lebens nur eine einzige gesehen, dafür unzählige im letzten Jahr), außerdem Eidechsen, Libellen, Grillen, Maulwurfsgrillen, und natürlich Mäuse und Vögel. Der Fisch in unserem Wohnzimmer kam allerdings aus einem Fischbecken unserer Nachbarn (die sind Biologen und züchten Fische). Mäuse, Vögel, Libellen und Grillen werden verspeist, der Rest taugt leider nur zum Spielen und wird dann irgendwann liegengelassen. Meist im Wohnzimmer. So manch ein Frosch, der unseren Garten quert, würde sich vermutlich stattdessen eine stark befahrene Strasse wünschen. Das wäre wenigstens ein schneller Tod.
Ich bin gespannt, wann Tigerchen heute wieder nach Hause kommt...
Was das mit Garten und Küche zu tun hat? Wenig. Aber das Gartenleben besteht ja nicht nur aus Gemüse im Hochbeet. Und wenn man Katzen hat, "lernt man auch einiges über die Fauna der Umgebung", wie meine Freundin Liane so schön bemerkt hat. Seit wir die beiden Katzen haben, wissen wir zum Beispiel, dass es bei uns viele Blindschleichen gibt (ich habe in den vierzig Jahren meines bisherigen Lebens nur eine einzige gesehen, dafür unzählige im letzten Jahr), außerdem Eidechsen, Libellen, Grillen, Maulwurfsgrillen, und natürlich Mäuse und Vögel. Der Fisch in unserem Wohnzimmer kam allerdings aus einem Fischbecken unserer Nachbarn (die sind Biologen und züchten Fische). Mäuse, Vögel, Libellen und Grillen werden verspeist, der Rest taugt leider nur zum Spielen und wird dann irgendwann liegengelassen. Meist im Wohnzimmer. So manch ein Frosch, der unseren Garten quert, würde sich vermutlich stattdessen eine stark befahrene Strasse wünschen. Das wäre wenigstens ein schneller Tod.
Ich bin gespannt, wann Tigerchen heute wieder nach Hause kommt...
Sonntag, 30. September 2012
Brokkoli vegetarisch
Heute habe ich mich wieder getraut, Brokkoli zu ernten. Das liegt daran, daß mir meine Kollegin Waltraut verraten hat, was sie von ihrer (Groß-?) Mutter gelernt hat - nämlich, daß man Gemüse nur in Wasser legen muß, weil dann die Raupen davonschwimmen (sie wollen ja leben). Das musste ich natürlich gleich ausprobieren. Ob's geklappt hat? Ehrlich gesagt weiß ich das nicht so genau. Ich konnte keine Raupen finden. Weder im Brokkoli noch im Wasser. Vielleicht waren gar keine da (ist vielleicht schon zu kalt für den Kohlweißling). Oder sie sind nicht nach oben geschwommen, sondern haben im Brokkoli gewartet, bis ich die Geduld verliere, und ihn vorschnell aus dem Wasser hole, und ich habe sie dann übersehen (sie haben ja wirklich genau dieselbe Farbe wie der Brokkoli!). Aber so ein paar Tierchen sollen ja nicht schaden. Weder im Gemüse, noch unter der Fußsohle (ich bin heute morgen im Wohnzimmer barfuß auf eine tote Grille getreten, die unsere Katze Tigerchen als Geschenk mitgebracht hat).
Der Gemüsegarten gibt noch einiges her. Ich konnte EINE ZUCCHINI ernten. Treue Leser wissen, daß ich damit nicht soooo viel Glück habe. Ja, ich weiß, Zucchini ist ein Mehrzahlwort, und ein Stück ist ein Zucchinerich (oder so ähnlich; ich frage bei Gelegenheit einen Italiener). Dieser war auf jeden Fall sehr klein, naja, was soll's, auf die Größe kommt's ja nicht an, und Zucchini soll man ja eh jung ernten...
Mit ein paar Tomaten (diese kleinen gelben ernte ich schon seit Anfang des Sommers, und es werden nicht weniger!), einer Pastinake, Thymian und Pilzen aus dem nahegelegenen Wald (die hat mein Nordlicht vom Spaziergang mit unserer zweiten Katze Mieze mitgebracht und mir versichert, daß es die einzigen sind, die er erkennt, und daß er weiß, daß sie essbar sind, aber warum meint er dann, sie heißen Maronen oder Butterpilze, und im Internet steht, daß das zwei verschiedene Arten sind??!!??!! Wie lange dauert es eigenlich, bis man die ersten Symptome hat?) gab es heute eine leckere Gemüsepfanne zum brettelharten Rindschnitzel (Schnitzel konnte ich noch nie richtig braten/schmoren/oder was man damit auch immer macht!).
Der Gemüsegarten gibt noch einiges her. Ich konnte EINE ZUCCHINI ernten. Treue Leser wissen, daß ich damit nicht soooo viel Glück habe. Ja, ich weiß, Zucchini ist ein Mehrzahlwort, und ein Stück ist ein Zucchinerich (oder so ähnlich; ich frage bei Gelegenheit einen Italiener). Dieser war auf jeden Fall sehr klein, naja, was soll's, auf die Größe kommt's ja nicht an, und Zucchini soll man ja eh jung ernten...
Mit ein paar Tomaten (diese kleinen gelben ernte ich schon seit Anfang des Sommers, und es werden nicht weniger!), einer Pastinake, Thymian und Pilzen aus dem nahegelegenen Wald (die hat mein Nordlicht vom Spaziergang mit unserer zweiten Katze Mieze mitgebracht und mir versichert, daß es die einzigen sind, die er erkennt, und daß er weiß, daß sie essbar sind, aber warum meint er dann, sie heißen Maronen oder Butterpilze, und im Internet steht, daß das zwei verschiedene Arten sind??!!??!! Wie lange dauert es eigenlich, bis man die ersten Symptome hat?) gab es heute eine leckere Gemüsepfanne zum brettelharten Rindschnitzel (Schnitzel konnte ich noch nie richtig braten/schmoren/oder was man damit auch immer macht!).
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Dienstag, 25. September 2012
Kraut Kraut Kraut
Ich liebe ja Kraut. Aber jetzt muß ich schon erfinderisch werden. Jaja, einlagern. Aber die Sorte, die ich habe, eignet sich nicht zum Lagern. Hab' ich erst im Nachhinein (also nach dem Pflanzen) gelesen. Man könnte gut Sauerkraut daraus machen! Hätte ich sogar Lust dazu. Aber ob es so ein kleines Sauerkraut-Töpfchen gibt?
Aus Ermangelung eines solchen habe ich heute wieder Kraut verkocht. Es musste schnell gehen, also habe ich folgendes Rezept ausprobiert:
pro Person:
200 g Lachsfilet mit Rosmarin auf beiden Seiten anbraten (je ein paar Minuten), salzen, pfeffern, beiseitestellen.
Mit Orangensaft ablöschen (eine Orange), Orangenschale (und für empfindliche: Kümmel) dazu und etwas köcheln. Das feingeschnittene Kraut ein paar Minuten mitköcheln (je nachdem, wie bissfest man es mag), salzen und pfeffern, den Lachs drauflegen und noch ein paar Minuten zugedeckt ziehen lassen.
Geht superschnell, schmeckt supergut, und ist auch noch kalorienarm.
Foto gibt es jetzt keines. Aber es sieht auch hübsch aus ;)
Aus Ermangelung eines solchen habe ich heute wieder Kraut verkocht. Es musste schnell gehen, also habe ich folgendes Rezept ausprobiert:
pro Person:
200 g Lachsfilet mit Rosmarin auf beiden Seiten anbraten (je ein paar Minuten), salzen, pfeffern, beiseitestellen.
Mit Orangensaft ablöschen (eine Orange), Orangenschale (und für empfindliche: Kümmel) dazu und etwas köcheln. Das feingeschnittene Kraut ein paar Minuten mitköcheln (je nachdem, wie bissfest man es mag), salzen und pfeffern, den Lachs drauflegen und noch ein paar Minuten zugedeckt ziehen lassen.
Geht superschnell, schmeckt supergut, und ist auch noch kalorienarm.
Foto gibt es jetzt keines. Aber es sieht auch hübsch aus ;)
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Weisskraut
Jule und ihre außerirdischen Kohlköpfe
Am Samstag hatte ich wieder mal Muße, so richtig schön zu kochen. Nachdem ich eine Woche lang im sonnigen Madrid zur Schulung war (ich weiß, es gibt Schlimmeres ;) war aber sehr anstrengend), musste ich wieder etwas runterkommen, und dazu eignet sich Kochen hervorragend. Ich kann dabei richtig abschalten und mich nur auf das konzentrieren, was ich da mache (das muß ich auch, sonst läuft's schief!). Im Garten ist natürlich alles weitergewachsen, obwohl sich niemand besonders um das Gemüse gekümmert hat. Oder vielleicht deshalb? Einer der Weisskraut-Köpfe hat eine stattliche Größe erreicht:
Einen Teil davon habe ich verarbeitet, den Rest verschenkt bzw. in den Kühlschrank gegeben.
Außerdem gab's wieder mal Mangold zu ernten (ich habe nur eine Pflanze, aber die ist echt ein Wachs-Wunder!), und Kartoffeln haben wir ja auch...und so wurde es wieder mal ein indisches Thali, bestehend aus Bandha Gobi (ein Weisskraut/Kartoffel-Curry), Palak Paneer, Dhal, einem Fischcurry und Raita.
Das klingt jetzt vielleicht wieder nach viel Aufwand, ist es aber nicht. Ich mache das immer so: Ich schau mir an, wieviel Zwiebel, Knoblauch, Ingwer und frische Chili ich brauche und schneide alles. Dann teile ich dieses Zutaten Pi mal Daumen auf die Töpfe auf, gebe die Gewürze hinein, brate den Fisch/das Kraut/den Mangold/oder was auch immer an, und dann köchelt alles vor sich hin. Beim indischen Essen kann man kaum etwas falsch machen, außer, billige Gewürze zu kaufen (ich kaufe sie am liebsten im Weltladen).
Bandha Gobi (4 Personen):
ca. 500 g Weisskraut
250 g Kartoffeln
2 Tomaten
150 g Erbsen (die kamen aus dem Tiefkühler)
2 EL Ghee, Butterschmalz oder Öl
3 Lorbeerblätter, 1/2 TL Kreuzkümmelsamen
1 TL Kurkuma, 1/2 TL Chilipulver, 1 1/2 TL Kreuzkümmel, 1 TL Koriander (alles in Pulverform), Salz, ev. 1/2 TL Zucker
Kraut fein schneiden, Kartoffeln in Stücke, Tomaten kleinschneiden.
Lorbeerblätter und Kreuzkümmelsamen in Ghee ca. 1 Minute bei mittlerer Hitze anbraten, Kraut und Kartoffeln dazu und weitere 3 Minuten braten. Gewürze, Tomaten, Salz und ev. Zucker und ein bißchen Wasser dazu, gut verrühren und das Ganze 15 Minuten zugedeckt bei schwacher Hitze schmoren. Erbsen dazugeben und nochmal 10 Minuten schmoren.
Fischcurry:
500 g Fisch (ich habe Lachs verwendet), in Stücke geschnitten
1 Zwiebel, in dünnen Scheiben oder gehackt
2 Knoblauchzehen, gehackt
Ingwer, gehackt
1 TL Curcuma, Chilipulver, 1 TL Kreuzkümmel, 1 TL Koriander, 1 TL Garam Masala
3 Tomaten
Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer in Öl oder Ghee goldbraun anbraten, die Gewürze 1 Minute mitbraten, Fisch und Tomaten vorsichtig unterheben, ev. etwas Wasser dazu; zugedeckt 5-10 Minuten köcheln lassen.
Dhal:
250 g rote oder gelbe Linsen in vierfacher Menge Wasser offen kochen (erst nach dem Kochen salzen!), das Wasser nicht weggießen.
1/2 TL Curcuma, Chilipulver, 1 TL Paprikapulver, mit den Linsen vermischen und weiterkochen, bis das Dhal weich ist. Frische Chili, 1 TL Kreuzkümmelsamen und 3 Lorbeerblätter dazu, mit Salz (und ev. etwas Zucker) abschmecken und am Schluß 1 TL Garam Masala dazugeben.
Das Palak Paneer - Rezept findet Ihr hier.
Sehr lecker dazu ist Raita (Joghurt mit Gurke und/oder Tomaten) oder einfach nur Joghurt (das ist man vor allem dazu, wenn man sehr scharf gekocht hat). Und Reis oder Brot.
Die Löcher in den äußeren Blättern kommen davon, daß ich etwas nachlässig geworden bin im Absammeln der Kohlweissling-Raupen. Macht aber nichts, das Kraut erreichte trotzdem ein Gewicht von 5,8 kg und war innen frei von Schädlingen (nur im Strunk waren ein paar ganz kleine weiße Raupen).
![]() |
| Größenvergleich |
Außerdem gab's wieder mal Mangold zu ernten (ich habe nur eine Pflanze, aber die ist echt ein Wachs-Wunder!), und Kartoffeln haben wir ja auch...und so wurde es wieder mal ein indisches Thali, bestehend aus Bandha Gobi (ein Weisskraut/Kartoffel-Curry), Palak Paneer, Dhal, einem Fischcurry und Raita.
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| Mir fehlt noch das klassische Thali-Blech! |
Bandha Gobi (4 Personen):
ca. 500 g Weisskraut
250 g Kartoffeln
2 Tomaten
150 g Erbsen (die kamen aus dem Tiefkühler)
2 EL Ghee, Butterschmalz oder Öl
3 Lorbeerblätter, 1/2 TL Kreuzkümmelsamen
1 TL Kurkuma, 1/2 TL Chilipulver, 1 1/2 TL Kreuzkümmel, 1 TL Koriander (alles in Pulverform), Salz, ev. 1/2 TL Zucker
Kraut fein schneiden, Kartoffeln in Stücke, Tomaten kleinschneiden.
Lorbeerblätter und Kreuzkümmelsamen in Ghee ca. 1 Minute bei mittlerer Hitze anbraten, Kraut und Kartoffeln dazu und weitere 3 Minuten braten. Gewürze, Tomaten, Salz und ev. Zucker und ein bißchen Wasser dazu, gut verrühren und das Ganze 15 Minuten zugedeckt bei schwacher Hitze schmoren. Erbsen dazugeben und nochmal 10 Minuten schmoren.
Fischcurry:
500 g Fisch (ich habe Lachs verwendet), in Stücke geschnitten
1 Zwiebel, in dünnen Scheiben oder gehackt
2 Knoblauchzehen, gehackt
Ingwer, gehackt
1 TL Curcuma, Chilipulver, 1 TL Kreuzkümmel, 1 TL Koriander, 1 TL Garam Masala
3 Tomaten
Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer in Öl oder Ghee goldbraun anbraten, die Gewürze 1 Minute mitbraten, Fisch und Tomaten vorsichtig unterheben, ev. etwas Wasser dazu; zugedeckt 5-10 Minuten köcheln lassen.
Dhal:
250 g rote oder gelbe Linsen in vierfacher Menge Wasser offen kochen (erst nach dem Kochen salzen!), das Wasser nicht weggießen.
1/2 TL Curcuma, Chilipulver, 1 TL Paprikapulver, mit den Linsen vermischen und weiterkochen, bis das Dhal weich ist. Frische Chili, 1 TL Kreuzkümmelsamen und 3 Lorbeerblätter dazu, mit Salz (und ev. etwas Zucker) abschmecken und am Schluß 1 TL Garam Masala dazugeben.
Das Palak Paneer - Rezept findet Ihr hier.
Sehr lecker dazu ist Raita (Joghurt mit Gurke und/oder Tomaten) oder einfach nur Joghurt (das ist man vor allem dazu, wenn man sehr scharf gekocht hat). Und Reis oder Brot.
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