Dienstag, 2. April 2013

Gescheitert!

Nach meinem sensationellen (Eigenlob tut nicht weh) Erfolg bei den ersten Nähversuchen nach 27 Jahren wollte ich heute schnell aus den Resten des geliebten Marimekko-Stoffes einen doppelten Topfhandschuh nähen. Dabei musste ich einige Erfahrungen machen.

Erkenntnis Nr. 1: Nur, weil ich es geschafft habe, ein paar Polster zu nähen, bin ich noch lange keine Schneiderin.

Erkenntnis Nr. 2: "Schnell" geht da gar nix. Muß ich doch bei jedem Schritt laaaange nachdenken. Als Vorlage habe ich nur den Topfhandschuh, den mir meine Mutter vor ein paar Jahren aus Südafrika mitgebracht hat. Ein super-praktisches Ding! Ich verwende ihn sehr viel, entsprechend beschädigt ist er bereits.

So etwas will ich nähen
Erkenntnis Nr. 3: Ich habe keine Ahnung, wie ich etwas Rundes nähen soll.

Wie verdammt noch mal haben die den runden Rand hingekriegt???

So vielversprechend hat es angefangen...


Eingenähtes Vlies an den Enden, mit denen man den Topf angreift

Die aufgesetzten Taschen, in die man mit den Händen greifen kann
Wenn jemand einen Tipp hat - bitte melden! Ansonsten werde ich wohl diese Woche die Schneiderin meines Vertrauens besuchen...Sie wohnt ganz in der Nähe und wird mich vermutlich auslachen.

Ich freue mich über Kommentare.

Montag, 1. April 2013

Osterbrunch



Seit 3 Jahren gibt es bei uns die Tradition des Osterbrunchs. Eine noch sehr junge Tradition, aber mir ist nicht bekannt, daß es eine Mindestdauer gibt, wonach etwas als "Tradition" bezeichnet werden darf. So eine Tradition ist praktisch, denn an einem Tag wie dem Ostersonntag traut sich dann keiner etwas zu sagen wie: "Ahhhh, dieses Wochenende geht es schlecht, da ist dieses oder jenes, und überhaupt ist gerade so viel los, und...", was dazu führen würde, daß man ewig diskutieren würde, bis man einen Termin findet, an dem alle können. 
Außerdem habe ich dann einen Termin, da dem ich für mehr als 2 Leute kochen kann. Nicht, daß meine Familie so eine Riesengruppe wäre. Sie ist schön überschaubar - Mutter, Bruder, Schwester, 2 Neffen, Schwager, mein Nordlicht, ich. Da ich es aber nicht so mit Mengenangaben beim Kochen habe, koche ich natürlich viel zu viel :-)

Ich frönte also am Ostersamstag der Koch- und Backlust, tischte Unmengen auf - und vergaß, auch nur ein Foto zu machen! Das nenne ich einen Profiblogger...Aber ich kann ein paar Rezepte beisteuern, wie alles ausgesehen habt, müsst Ihr Euch selber vorstellen ;-)

Dieses Jahr gab es (Rezepte weiter unten):

- Semmeln und Brot (nicht selbstgebacken)
- Eiaufstrich und einen Aufstrich mit Kieler Sprotten, außerdem den Paprika-Käse-Aufstrich
- Honigmelone mit Prosciutto (auf Wunsch des "kleinen" Neffen)
- Pfannkuchenröllchen mit Schinken (Originalrezept mit Lachs)
- 2 Quiches (eine mit Speck und Lauch, die zweite mit Tomaten und Raclettekäse; letztere mit einem Teig aus Mehl und Haferflocken, den ich nicht so toll fand. Der Blitz-Tarte-Teig hätte mir besser geschmeckt - Rezept hier oder hier)
- verschiedene Käse, Paprika, Gurken, Tomaten
- selbstgemachte Marmeladen (Marille, Quitte, Erdbeere)
- Na, eh klar, hartgekochte Eier...
- Eine meringuierte Zitronentarte, gesehen bei der Wilden Henne

Hier kommen die Rezepte:

Sonntag, 24. März 2013

Es war einmal...

...mitten im Winter, und die Schneeflocken fielen wie Federn vom Himmel herab, da saß eine Königin am Fenster, das einen Rahmen aus schwarzem Ebenholz hatte, und nähte. Und wie sie da so nähte und nach dem Schnee aufblickte, stach sie sich mit der Nadel in den Finger, und es fielen drei Tropfen Blut in den Schnee. Und weil das Rote im weißen Schnee so schön aussah,...den Rest kennen wir ja. Sie bekam eine Tochter, mit schwarzen Haaren, weißer Haut und roten...was auch immer rot war, die Lippen wahrscheinlich. Dann Apfel, Gift, Koma, Zwerge, Prinz, und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende.

Weniger bekannt ist allerdings, daß Schneewittchen sich doch noch zu einer emanzipierten Frau enwickelte und, um finanziell von Ihrem Prinzen unabhängig zu bleiben, eine Konditorlehre machte. Sie erfand eine nach ihr benannte Torte, die der Renner auf Geburtstagsfesten ist, weil sie aussieht, wie vom Profikonditor gemacht. Normalerweise. Diesmal, rechtzeitig zum Fototermin, natürlich nicht.



Ui, zu fortgeschrittener Stunde sind zwei besonders unscharfe Fotos gelungen...
 Sie schmeckt jedem, der Mohn und Topfen mag (beides sollte man allerdings wirklich mögen).  Meine Freundin Silke wünscht sie sich jedes Jahr zum Geburtstag (sie bezeichnet sie als "MEINE Torte"), und da wir den gestern abend (zum zweiten Mal in dieser Woche) feierten, wurde die Schneewittchentorte der Abschluß zu einem indischen Abendessen. Das ist vielleicht eine ungewöhnliche Kombination, aber was soll's. Indisch kocht sich gut für eine größere Gruppe, und die Schneewittchentorte musste sein.

Die Torte ist nicht schwierig. Topfencreme und Himbeeren werden mit Gelatine gefestigt. Ich würde die ja gerne durch ein pflanzliches Geliermittel ersetzen, aber ich trau mich nicht recht, weil ich mit Agar-Agar und Co. wenig Erfahrung habe. Nicht, daß die Torte dann mißlingt! Das würde mir besagte Freundin womöglich nicht verzeihen.
Diesmal ist sie nicht ganz so schön geworden. Das liegt daran, daß ich die Himbeeren mit dem Pürieraufsatz der KitchenAid passiert habe, und da blieben dann doch zuviele Kerne drin. Also habe ich nochmal mit dem Sieb passiert. Dadurch blieb dann weniger Flüssigkeit als sonst übrig, und jetzt schaut noch was von der Topfenmasse durch. Und die Topfenmasse hätte ich doch mit dem Mixer rühren sollen, dann wäre sie etwas homogener. Egal, sieht man wenigstens, daß sie selbstgemacht ist ;-)

Übrigens ist die Torte auch für Menschen mit Zöliakie geeignet, sie enthält kein Fuzzelchen Mehl.

Das geheime Schneewittchentorten - Rezept:

4 Eiklar
90 g Staubzucker (oder extrafeinen Backzucker)

100 g zimmerwarme Butter
30 g Staubzucker (oder extrafeinen Backzucker)
etwas Vanillezucker und/oder Zimt nach Geschmack
4 Eidotter

150 g Mohn
70 g gemahlene Haselnüsse

Topfenmasse:
500 g Topfen (Quark), abgetropft
100 g Staubzucker (oder extrafeinen Backzucker)
Vanillemark
5 Blatt Gelatine
250 ml Schlagobers (süße Sahne)

Himbeersauce:
300 g Himbeeren
50 g Staubzucker (oder extrafeinen Backzucker)
3 Blatt Gelatine

Eiklar und Zucker aufschlagen.
Butter, Zucker, Vanillezucker, Zimt schaumig rühren. Die Eidotter nach und nach unterrühren. Sehr schaumig rühren.
Mohn und Haselnüsse vermischen, abwechselnd mit dem Eischnee unter die Butter-Zucker-Eimasse rühren (nicht mit dem Mixer).
In einer Springform 40 Minuten bei 175° backen.


Die Torte auskühlen lassen, den Rand der Springform abnehmen, abwaschen und die Torte damit wieder einpacken.

Topfen, Zucker, Vanille und Zitronensaft gut verrühren.
5 Blatt Gelatine ind kaltem Wasser einweichen (nach Packungsanweisung) und dann in wenig heißem Wasser auflösen und unter die Topfenmasse rühren. Das geschlagene Obers unterheben. 

Die Topfenmasse auf dem Mohnboden verteilen. Sie muß nicht super-glatt gestrichen werden. Die Himbeersauce gleicht Unebenheiten aus.


Die Himbeeren mit dem Zucker pürieren (Pürierstab oder Löffel) und passieren (mit einem Esslöffel durch ein Haarsieb streichen).
Die Himbeersauce vorsichtig erwärmen (nicht aufkochen) und 3 Blatt Gelatine (vorher in kaltem Wasser eingeweicht und ausgedrückt) darin auflösen. Über die Topfenmasse gießen.

Die Torte einige Stunden kalt stellen (am besten im Kühlschrank mit einem Deckel).

Samstag, 23. März 2013

Heute früh kam der Frühling

Die offiziellen Kalender haben sich geirrt. Der Frühling begann heute morgen um dreiviertel sechs (für Nicht-Osterreicher: viertel vor sechs). Woran erkennt man, daß der Frühling da ist? Daran, daß die Mäuse wieder unterwegs sind. Und woher weiß ich, daß sie wieder unterwegs sind? Ich habe zwei Katzen...

Die meiste Zeit schlafen sie. Wenn nicht, dann treiben sie Unfug.

Heute um dreiviertel sechs also wachte ich auf, weil Tigerchen auf der Treppe mit etwas spielte. Nach ein paar Minuten kam mir das komisch vor, denn um diese Zeit spielt sie eigentlich nie. Also bin ich aufgestanden, und da zeigte sie mir ganz stolz ihre Maus. Zum Glück war diese schon mausetot. Ich habe sie ordentlich gelobt (die Katze, nicht die Maus) und warf sie hinaus (die Maus, nicht die Katze). Tigerchen lief natürlich hinterher und fünf Minuten später durch die Katzenklappe wieder ins Haus. Eh klar. Beim zweiten Mal habe ich dann die Katze rausgeworfen.

Bin schon gespannt, wann die Frösche wieder durch unseren Garten wandern. Hoffentlich erst im Herbst.

Freitag, 22. März 2013

Spät, aber doch - die 11er Liste

Lang, lang ist's her...es war im Februar, da bat mich Andy aus der Schweiz, ein paar Fragen über mich zu beantworten. Da steckte ich gerade recht im Stress und konnte mich nicht aufraffen, mich damit zu beschäftigen. Und so verging die Zeit (dazwischen ein Urlaub, ein Kongressaufenthalt in Spanien und wieder viel Arbeit), und jetzt ist das mehr als einen Monat her und ich finde Andys Mail an mich im Spamordner. Daß er mich ausgewählt hat, hatte ich nämlich in seinem Blog lieberlecker gelesen, den ich sehr gerne lese, weil er unglaublich sympathisch geschrieben ist. Und da er meinen Blog gelobt hat (Karotte vor der Nase) und über sich selbst schreibt, daß er - an erster Stelle seiner Liste - "die beste Ehefrau von allen mag" (Solidarität mit Ehefrauen. Obwohl - bisher dachte ich, ich sei die beste Ehefrau von allen. Na, gut, kann Andy ja nicht wissen.) werde ich nun doch schwach, überwinde meine Bequemlichkeit und widme mich nun der Sache. Etwas nachdenken muß man da schon...

Und so geht's:
Ich soll 11 Fragen von Andy beantworten, 11 neue Facts über mich preisgeben und 11 BloggerInnen 11 neue Fragen stellen und natürlich alles entsprechend verlinken. Hier die genauen Regeln:
■ den Blog verlinken, der dich getaggt hat
■ die 11 Fragen des Taggers beantworten
■ 11 Dinge über sich selbst auflisten
■ 11 Fragen ausdenken
■ und diese an 11 Blogger (mit weniger als 200 Lesern) stellen
■ den ausgewählten Bloggern von dem Tagging erzählen


Und das sind Andys Fragen an mich:

1. Welches war der beste Wein, den Du je getrunken hast?
Ein Amarone von Bertani, von meinem Vater anlässlich meiner Geburt gekauft, der war ca. 30 Jahre alt, als wir ihn damals geöffnet haben, und er schmeckte noch super! (Hätte ganz anders sein können...)

2. Trinkst Du Wasser mit oder ohne?
Ich trinke nur Leitungswasser, also ohne

3. Was ärgert Dich in Restaurants?
Convenience Food. Wenn ich Industriefutter essen wollte, würde ich selbst auftauen.

4. Träumst Du farbig oder schwarzweiss? Vom Essen?
Ich habe keine Ahnung. Aber vom Essen träume ich oft (uggs, was sagt das jetzt über mich aus?)

5. Was war das exotischste Food, das Dir je serviert wurde? Hast Du es gegessen?
Serviert ist übertrieben. Sie lagen auf einem Straßenstand in Thailand. Und nein, ich konnte mich nie überwinden, gegrillte Insekten zu essen.

6. In wie vielen Food Blogs schmökerst Du täglich?
Meist nur in denen, die ich in meiner Blogliste habe und bei denen es etwas Neues gibt. Und gelegentlich in verlinkten Blogs und solchen, die mir in Kommentaren auffallen. Also so 1-2 Handvoll. Aber nicht täglich.

7. Wie ist Dein Verhältnis zu Junk Food?
Da fahre ich lieber mit knurrendem Magen nach Hause und koche mir schnell was.

8. Was machst Du am liebsten ausser Essen und Trinken?
In der Hängematte liegen ;-), den Gemüsegarten pflegen, lesen, reisen, tauchen, Katzen knuddeln

9. Welches war Dein Lieblingsbuch 2012?
Keine Ahnung. Ich lese viel und höre im Auto Hörbücher - da kommt ordentlich was zusammen.

10. Du gewinnst im Lotto EUR 1mio – was machst Du damit?
Ein paar Sachen im Haus verbessern, reisen, spenden, Rest auf die Seite legen

Nanu, wo ist Frage 11? Na egal.

11 Dinge über mich:

1) Ich liebe es, Katzen zu streicheln (keine ist vor mir sicher).

2) Ich kann ganz schön faul sein (siehe Hängematte), am liebsten mit Katze auf dem Schoß (das geht aber in der Hängematte nicht).

3) Kochen entspannt mich ungemein. Mein Gehirn muß dabei alles andere ausblenden, weil ich alle grauen Zellen für das brauche, was ich da tue (so viel zum Thema "Frauen sind Multi-tasking").

4) Ich kann Sport nicht leiden. Leider! Es muß dafür ein Gen geben, daß mir fehlt. Zum Glück habe ich zwei liebe Nachbarinnen, mit denen ich seit einiger Zeit walken gehe. Sonst würde ich vermutlich einrosten.

5) Ich bin gerade 42 geworden. Ja, ja, ich weiß, meine Texte klingen viel jünger... ;-)

6) Ich mag den Winter nicht. Einer Kürzung um 2 Monate würde ich sofort zustimmen. Die Vorweihnachtszeit im Schnee würde völlig ausreichen.

7) Punkt 6) bewirkt, daß ich mich ab Weihnachten auf den Frühling freue. Vorzugsweise verbringe ich Jänner und Februar in einem tropischen Land. Das hat leider erst einmal geklappt.

8) Ich bin Langschläfer. Aufstehen ist doof!

9) Musikalisch bin ich in den 80er Jahren stecken geblieben.

10) Modisch zum Glück nicht!

11) Und nun das größte aller Geheimnisse - tusch! - ich fotographiere mein Gekochtes mit einer....dem I-Pad. Ohne Objektiv. Ohne Styropor. Ohne Tageslichtlampe. Es ist immer zur Hand, und mit der Digicam werden meine Fotos auch nicht besser. Dazu fehlt mir die Geduld. Umso mehr bewundere ich die Bilder der Blogger, die wirklich anrichten und fotographieren können.

Ui, und jetzt soll ich mir noch 11 Fragen einfallen lassen...Soeben überfällt mich Punkt 2). Ich habe mir bei den 11 Dingen über mich schon so schwer getan. Ich bearbeite dieses Posting schon seit mehreren Tagen...Wenn ich jetzt aufhöre, bedeutet das natürlich: Mein Blog wird zur Sackgasse. Andererseits - kein Mensch wartet nach über einem Monat mehr auf meine Antworten. Schön, wenn sie trotzdem jemand liest. Verzeiht mir, wenn ich jetzt aufhöre.

Morgen gibt es mal wieder ein Rezept. Ich kann es aber aus bestimmtem Grund noch nicht heute veröffentlichen :-) Und bald gibt es wieder Neuigkeiten aus dem Garten. Denn der Frühling kommt täglich näher!

P.S.: was heißt eigentlich "taggen"?

Donnerstag, 7. März 2013

Wenn Hühner fasten...

...normalerweise kommt das sicher selten vor, meist werden sie ja gemästet, aber dieses Huhn tut es doch und nützt die so gewonnene Zeit, um noch mehr über Lebensmittel zu lernen. Da musste ich mir doch auch gleich die empfohlene Sendung "Die Tricks der Lebensmittelindustrie anschauen", dabei habe ich auch wieder Neues erfahren. Zum Beispiel, wie schwer es ist, Press-schinken von richtigem Schinken zu unterscheiden. Man lernt nie aus. Scheußlich, was sich die Industrie da so alles einfallen lässt.
Dazu kann ich auch die Bücher "Die Suppe lügt" und "Aus Teufels Topf" von Hans-Ulrich Grimm empfehlen. Die haben mich vor Jahren über so manches aufgeklärt und mich dazu gebracht, so oft wie möglich zu kochen und möglichst wenig fertiges zu verwenden. Alleine der Unterschied zwischen "künstlichen" und "natürlichen" Aromen. Natürliches Erdbeeraroma aus Sägespänen! Sind ja ganz natürlich... Man darf nie vergessen, daß die Lebensmittelindustrie eine starke Lobby hat, die in der EU (und noch viel mehr in den USA) die Gesetze diktiert.

Sonntag, 17. Februar 2013

Liebeserklärung an meinen Nachbarn

Jetzt ist es raus. Ich schwärme für meinen Nachbarn. Was soll ich sagen - lange Wimpern, seidiges Haar, ein Lächeln, das mich dahinschmelzen lässt...Ich bin ihm verfallen. Und kann ihm keine Bitte anschlagen. Als wir noch keine Katzen hatten, aber schon wußten, daß wir welche bekommen würden, fragte er mich fast täglich: "Du, Julia, hast Du schon eine Katze?" Da mußten wir uns natürlich beeilen...

Und in ein paar Tagen hat er Geburtstag, den sechsten, und er hat mich dazu eingeladen. Dummerweise fällt der Geburtstag genau in die Woche, in der ich mit meiner Freundin in Kenia bin - heute abend geht's los. Also mußte ich mir etwas einfallen lassen. Bei Sonntagsgewand hatte ich letztes Jahr die Krümelmonstermuffins entdeckt, die habe ich gestern nachgebacken. Wenn der Nachbar heute abend vom Wochenendausflug nach Hause kommt, wird er sie vorfinden, zusammen mit einem kleinen Geschenk. Schade, daß ich seine Augen nicht sehen kann, wenn er die sieht:



Rezept von Chefkoch:
(ich habe ca. 2/3 der Menge verwendet, daraus wurden 11 Muffins)

200 g Butter
200 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
3 Eier
500 g Mehl (Ich: halb/halb Weissmehl und Vollkornmehl
2 Pck. Backpulver
etwas Milch
1 Pck. Kokosraspeln (ich brauchte höchstens 1/3 Packung)
1 Pck. Marzipanrohmasse
nach Bedarf Staubzucker (Puderzucker)
Schokotropfen
1 Pck. Lebensmittelfarbe
1 Pck. Kekse (Lieblingskekse des Geburtstagskinds)

Zubereitung:

Zunächst die Muffins zubereiten. Dafür die ersten sieben Zutaten vermixen und in einer Muffinform bei ca. 180 - 200°C 15 - 20 Minuten backen. Auskühlen lassen.

Die Marzipanrohmasse mit Puderzucker mischen, bis es schön geschmeidig ist (das habe ich nicht gemacht; Marzipanrohmasse enthält ohnehin schon sehr viel Zucker) und Kugeln formen. In die Kugeln werden die Schokotropfen als „Pupillen“ eingedrückt. Es muss nicht gerade sein - denkt an das Krümelmonster.

Die Kokosraspeln mit der blauen Lebensmittelfarbe einfärben. Am besten eine Edelstahlschüssel nehmen und fleißig die Klümpchen zerdrücken. Aus Puderzucker, Wasser und blauer Lebensmittelfarbe einen Guss anrühren.

Die Muffins erst kopfüber in den Guss, anschließend in die Kokosraspel tauchen und trocknen lassen. Die Marzipanaugen mit etwas Guss nicht ganz gerade am Muffin festkleben. Die Kekse halbieren, dem Krümelmonster einen Mund einschneiden und den Keks
einklemmen.