Donnerstag, 1. August 2013

Gerade habe ich es geschafft, ziemlich viele Fotos von meinem Blog zu löschen...toll!

Bitte habt Geduld, bis ich das wieder repariert habe. 

Zu allem Übel kann ich am Laptop keine Posts verfassen - nur Titel. Ich kann keinen Post-Text schreiben, nicht einmal in das Textfeld klicken. Hat jemand eine Idee, was man da tun kann? Hm, am I-Pad kann ich schreiben, am Laptop nicht. Sehr komisch. Und unpraktisch, vor allem zum Einbetten von Fotos. Hat jemand damit Erfahrung, wenn der Blogger (das Programm, nicht der Mensch ;-) ) nicht richtig funktioniert?

...ich habe jetzt einen anderen Laptop mit einem anderen Browser probiert...das Problem mit dem Schreiben hängt anscheinend mit dem Browser zusammen!Danke an Friederike für den Tip

Samstag, 20. Juli 2013

Knoblauchernte

Lange hat es gedauert, aber heute konnte ich den Knoblauch ernten. Im Herbst (Ende September/Anfang Oktober) hatte ich die Zehen in die Erde gesteckt. Dann kam ein warmer Herbst, und sie trieben aus. Ich hätte nicht gedacht, dass die kleinen grünen Triebe den Winter überleben. Ende April waren die Pflänzchen noch recht klein. Glücklicherweise wurden sie nicht, so wie die Zwiebeln, Opfer meiner (und anderer?) Katzen, die die frische Erde im Hochbeet gerne als Katzenklo benützen.
Ich war zwar vorgewarnt (nachzulesen in Andrea Heistingers "Arche Noah Handbuch Bio-Gemüse"), trotzdem habe ich es geschafft, den richtigen Erntezeitpunkt zu übersehen. Einige der Knollen hatten sich schon geöffnet und sind damit "anfällig für Pilzkrankheiten und nur begrenzt lagerfähig".


Sie werden also als erste verarbeitet. Die anderen werden getrocknet.


Die Brutknöllchen an der Spitze der Pflanzen möchte ich wieder setzen.


Die Brutknöllchen "ausgezogen". Leider ist mir kein scharfes Bild gelungen. Die Kamera ist unauffindbar, und der Blackberry taugt leider nicht viel als Kamera...

Allerdings weiß ich nicht, ob ich Karl Ploberger ("Der Garten für intelligente Faule") vertrauen soll, in dessen Tabelle auf Seite 141 nachzulesen ist, dass man Knoblauch nicht neben allen möglichen Pflanzen setzen soll, oder Marie-Luise Kreuter ("Der Biogarten"), die meint, dass man ihn eigentlich überall dazwischen stecken kann. Auf jeden Fall sollte er nicht zusammen mit Zwiebeln, Lauch oder Schnittlauch stehen, da sie alle die Lauchminierfliege als Schädling anlocken. Das ist bei mit aber bisher nicht passiert, obwohl Lauch und Knoblauch nebeneinander wuchsen...
Ach, ja, der Lauch...nicht alle Halme haben das Umgraben durch die Katzen überlebt, und dann dachte ich, das wird nie was. Aber man muß nur Geduld haben, mittlerweile schaut der eine oder andere schon wie Lauch aus. Entfernt jedenfalls.

Die vielen Holzstäbchen in der Erde sind der Anti-Katzenschutz für die zarten Lauchpflänzchen


Sonntag, 30. Juni 2013

Hühnchen auf Jägerart - à la Bocuse



Dieses leckere Rezept habe ich wieder einmal von meiner Mutter. Sie hat es von Paul Bocuse. Ich habe es noch nie gekocht, denn es ist eines von den Gerichten, die ich mir wünsche, wenn ich meine Mutter besuche und sie mich fragt, was ich essen möchte. Kürzlich hatte ich aber so richtig Lust darauf und fast alle Zutaten zuhause, also habe ich es ausprobiert. Es ist sehr einfach, wurde sehr gut, hat aber natürlich wieder anders geschmeckt als bei meiner Mutter. Wie immer, wenn ich etwas nachkoche. Bei Muttern schmeckt's halt doch am besten ;-)

Zutaten:
1 Huhn (oder Hühnerteile - Keulen)
2 Schalotten
2 Knoblauchzehen
15 dkg Champignons
4 geschälte, halbierte Tomaten (ich erspare mir das Schälen)
1 Lorbeerblatt
Sellerieblätter
1 Zweig Estragon (hatte ich nicht)
1 Zweig Thymian
1 kleiner Bund Petersilie
Olivenöl, (Meer-) Salz, Pfeffer
1/4 l Weißwein

Zubereitung:
Huhn salzen und pfeffern und (mit Haut) goldgelb anbraten. Alle Zutaten dazugeben, mit Weißwein auffüllen und bei mittlerer Hitze zugedeckt 30-35 Minuten dünsten (ich finde eher: köcheln) lassen.
Dann das Fleisch herausnehmen und die Sauce bei starker Hitze ca. 10 Minuten einkochen. Das Fleisch wieder hineingeben.
Mit Reis, Couscous oder Bulgur servieren.

Ich freue mich über Kommentare

Samstag, 29. Juni 2013

Schön langsam wird's

Vor einigen Wochen hatte ich mich über den nicht vorhandenen Frühling beschwert und darüber, was das Wetter mit meinen Gemüsepflänzchen angestellt hat. Da war ich wetterbedingt eh schon spät dran mit dem Auspflanzen, und dann das: Hagel!


Mittlerweile gab es ja ein kurzes Hochsommer-Intermezzo, und seitdem hat sich das Blatt gewendet. Die Hitze bescherte dem Garten einen ordentlichen Wachstumsschub. Und bei jedem Sonnenstrahl, der seitdem zwischen den Wolken hervorblitzt, strecken sich die Pflanzen tapfer der Sonne entgegen.

Endlich konnte ich auch den ersten eigenen Salat ernten. Geschmackloser Supermarkt-Salat - adé! Die beiden Pflücksalatmischungen "Misticanza" und "Oriental Mix" von Reinsaat sind einfach unvergleichlich gut und wachsen schnell. Zwischen diesen beiden Fotos liegen nur 12 Tage:


Im Hintergrund links selbstgesätes Weisskraut, das sich hervorragend entwickelt
Die einzigen, denen der viele Regen richtig gut gefällt, sind die Fenchelpflänzchen. 


Ich hatte sie, so wie auch Brokkoli, Weisskraut, Lauch (Porree) und Zucchini im Minigewächshaus selbst gesät. Damit habe ich ja relativ wenig Erfahrung. Die meisten Gemüsepflanzen kaufe ich noch bei der Arche Noah.


Der Mangold, der den Winter überstanden hat, ist in die Höhe geschossen und in Blüte gegangen. Ich dachte, ich schau mir das mal an, weil mich schon so einige Gemüsepflanzen und Kräuter mit wunderschönen Blüten überrascht haben, aber Mangold blühen zu lassen, zahlt sich optisch nicht wirklich aus.


Der Knoblauch, den ich im Herbst gesetzt habe, ist seit dem letzten Sturm etwas in Schieflage. Ich warte darauf, daß die Stängel gelb werden, denn dann soll er reif zur Ernte sein.


Im Hintergrund, zwischen den Holzsteckerl (die zum Schutz vor den Katzen in der Erde stecken), wächst Lauch (Porree). Allerdings wächst er nicht wirklich, ich bezweifle sehr, daß aus den Pflänzchen noch stattliche Lauchstangen werden...

Weisskraut und Brokkoli werden noch nicht vom Kohlweißling heimgesucht, daher brauchen sie noch kein Schutznetz. Nach den Erfahrungen des letzten Jahres (nachzulesen hier und hier) weiß ich aber, daß ich eines besorgen muß!


Die Tomaten wuchern ziemlich. Durch das Regenwetter war ich etwas nachlässig mit dem Ausgeizen. Man soll ja die kleinen Triebe, die regelmäßig in den Blattachseln wachsen, abzupfen, damit sich ein starker Stamm entwickeln kann. Das habe ich etwas übersehen, sie werden dieses Jahr eher buschig.

Die Pflanztaschen inklusive Weidengeflecht habe ich bei British Garden gekauft.

Im Topf habe ich letztes Frühjahr auch Topinambur gepflanzt, im April sah das so aus:


Jetzt so:


Man kann den ab Herbst und den ganzen Winter über Knollen aus der Erde ausgraben.

So, jetzt seid Ihr wieder auf dem neuesten Stand. Bald gibt es hoffentlich wieder etwas aus der Gartenküche (außer Salat).

Ich freue mich über Kommentare.

Donnerstag, 30. Mai 2013

Es war einmal...ein Frühling

Kennt Ihr dieses Märchen? Großeltern berichten davon ihren Enkelkindern. 
Ui, bin ich nachlässig mit dem Blogschreiben! Damit mich meine treuen Leser nicht verlassen - es gibt mich noch! Und ich werde auch wieder aus Garten und Küche berichten. Aber da kam ein Urlaub dazwischen (und alles Essbare, was zur Veröffentlichung taugte, war schneller aufgegessen, als der Fotoapparat aus der Tasche gezogen war) und - abgesehen davon, dass ich nicht viel gekocht habe - dieses #%$>£¥%* Wetter. Ihr wisst ja, was ich meine. Meine selbstgezogenen Pflänzchen (Fenchel, Brokkoli, Weisskraut, Lauch, Salat) sind aufgrund der Kälte und des Dauerregens über das Säuglingsalter noch nicht hinausgekommen. Die gekauften wurden am Abend, nachdem ich sie ausgepflanzt hatte, durch einen Hagel ziemlich angeschossen. Und zu guter Letzt finden meine beiden Katzen (und vermutlich etliche Nachbarkatzen) meine Hochbeete ganz toll als Katzenklo. Da kann man ja alles so schön vergraben. Und dabei jedes Mal ein Pflänzchen verschütten! Die Tomaten sind auch recht beleidigt, weil es so kalt wird, und ob das mit den Auberginen dieses Jahr was wird...ich halte Euch auf dem Laufenden. Jetzt geht's erst mal berufsbedingt nach Chicago, vielleicht bin ich da ja schneller mit dem Fotografieren der kulinarischen Ereignisse (ja, ich weiß schon, dass Chicago in den USA liegt). Ich melde mich spätestens wieder, wenn die Sonne daheim wieder hervorkommt. 

Sonntag, 19. Mai 2013

Steinzeitessen

Im letzten Jahr bekam das Nordlicht einen Gesundheitsrappel. Irgendwie fiel ihm das Buch "Die Anti-Krebs-Diät" von Johannes F. Coy in die Hände, hier das dazupassende Kochbuch:


Er las es von vorne bis hinten durch und erklärte dann, daß er nun seine Ernährung umstellen würde. Denn die vielen Kohlenhydrate, die sind ungesund, abends überhaupt, und mehr Proteine müssen her. Das soll daran liegen, daß die Menschen in der Altsteinzeit (Paläolithikum, daher auch Paläoernährung), also knapp eine Million Jahre lang, kaum Kohlenhydrate zu sich nahmen und unsere Gene sich in der vergleichsweise kurzen Zeit von ein paar Tausend Jahren, in denen wir Ackerbau betreiben, nicht an die vielen Kohlenhydrate, die wir heute zu uns nehmen, angepasst haben. Das habe ich jetzt recht verkürzt (in einem umso längerem Satz) dargestellt, nähere Informationen gibt es auf einigen Blogs, die sich mit Steinzeiternährung beschäftigen, wie den recht neuen Blog von Laetitia mit dem Titel "Kleine Steinzeit"

Als passioniertem Brot- und Kuchenesser, Brot am liebsten mit Marmelade, fiel dem Nordlicht die Umstellung richtig schwer. Das Erstaunliche: obwohl er richtig viel aß, nahm er in wenigen Monaten so ganz nebenbei 10 kg ab (das war eigentlich nicht sein Ziel). Erstaunlich auch deshalb, weil wir beide ohnehin ziemlich viel Gemüse, Fisch und wenig Fettes essen. Aber die Verringerung von Kohlenhydraten und Zucker (und einige andere Feinheiten) hat beim Nordlicht richtig angeschlagen. Das macht mir Hoffnung ;-) Nachdem ich nämlich seit einer sehr stressigen Zeit vor 1 1/2 Jahren noch immer 5 kg zu viel mit mir rumschleppe, für Diäten zu inkonsequent bin und Dinnercancelling so gar nicht hinhaut (ich koche doch so gerne! Aber das geht zu Mittag aus Zeitgründen nicht) versuche ich es jetzt auch mit der Steinzeiternährung. Ich esse zwar nicht so kohlenhydratlastig, wie es das Nordlicht getan hat (zum Beispiel esse ich kaum Brot), aber wenn man mal so ein bißchen mitdenkt, merkt man, daß über den Tag verteilt doch so einiges zusammenkommt. Und man muß ein bißchen umdenken, denn die klassische Sättigungsbeilage in Form von Kartoffel, Nudeln oder Reis fällt natürlich flach. 

Vor ein paar Tagen habe ich dieses wirklich leckere (und super-einfache) Rezept von Laetitia ausprobiert: Ein karibischer Meeresfrüchteeintopf. Als Beilage (um sich an die fehlende Sättigungsbeilage zu gewöhnen) gibt es Blumenkohl"reis". Natürlich habe ich vergessen, ein Foto zu machen, aber das gibt es wie auch das Rezept bei Laetitia von der Kleinen Steinzeit.
Ich habe Zander und Garnelen verwendet, außerdem fehlte mir das Pfeilwurzpulver. Ob es wirklich fehlte, kann ich nicht sagen, ich habe keine Ahnung, wie es schmeckt.

Donnerstag, 2. Mai 2013

Meine marokkanischen Lieblingsgerichte



Erstmals habe ich die Hühnchen-Tajine mit echten, selbsteingelegten Salzzitronen gemacht. Die Zitronen fristeten ihr Dasein im Winter in zwei Gläsern im Keller. Solange hätten sie nicht rasten müssen, aber geschadet hat es auch nicht. Und - ich hätte es nicht gedacht - sie waren das Tüpfelchen auf dem i der Tajine, die ich sonst immer mit normalen Zitronen gemacht habe.
Nach der Einlagerung in Salzlake sehen die Zitronen etwas blass aus. Man verwendet die Schalen in Streifen geschnitten.


Das Rezept für die Tajine gibt es hier. Wie die Salzzitronen eingelegt werden, könnt Ihr hier und hier nachlesen.

Mein zweites marrokanisches Lieblingsgericht - ebenfalls eine Tajine - bekam ich vor vielen Jahren bei meiner Schwester in Wien serviert. Ich war sofort begeistert! Auch von dem Couscous, den ich bis dahin nicht gekannt hatte. In den ersten Jahren danach hatte ich Schwierigkeiten, in Salzburg an Couscous ranzukommen. Mittlerweile gibt es ihn ja in jedem Supermarkt.
Das Kochbuch mit den arabischen Rezepten - es ist ein GU, das es nicht mehr gibt - hat mir meine Schwester damals kopiert. Die Tajine Badindschan wa Kufta (die nicht sehr treffende Übersetzung im Kochbuch: Auberginen mit Hackfleisch) ist eines der wenigen Rezepte, die ich völlig freihändig kochen kann und für die mir im Supermarkt die Zutaten einfallen, ganz ohne Einkaufsliste ;-)

P.S.: Das ist wieder mal ein Rezept mit dem Label "schnell zubereitet" - völlig zu recht! Und: es schmeckt jedem (Meine Stichprobe ist groß). Mindestens genausogut schmeckt es am Tag, nachdem es gekocht wurde, weswegen man es auch gut vorkochen kann, und ich finde, man kann es auch kalt gut essen.

Hier aber das Rezept laut Kochbuch (für 4 Personen):

3 mittelgroße Auberginen
1 große rote Paprikaschote
1 große Zwiebel
100 ml Olivenöl
500 g Lamm- oder Rinderhackfleisch
5 EL Tomatenmark
2 TL gemahlener Kreuzkümmel (ganzer geht auch)
1/2 TL Harissa (bzw. Menge nach Geschmack)
3 Knoblauchzehen
Salz

Hackfleisch in Olivenöl anbraten. Zwiebeln (Würfel oder Ringe), Auberginen- und Paprikawürfel dazugeben und alles etwa 10 Minuten unter ständigem Rühren weiterbraten (mache ich eigentlich nie oder nur kurz). 1/4 l Wasser angießen, Tomatenmark, Kreuzkümmel, Harissa, Salz hinzufügen und das Ganze zugedeckt bei schwacher Hitze 20-30 Minuten köcheln lassen. Kurz vor Ende der Kochzeit Knoblauch hineindrücken.

Foto gibt es keines. Ich schaffe es nicht, einen Eintopf dekorativ abzulichten! Verlasst Euch darauf, es wird Euch schmecken!