Und sie hat riesengroße Blätter. Und ich habe noch ein oder zwei winzigkleine Knospen entdeckt, vielleicht werden die noch was!
Ich habe die drei kleinen vorwitzigen Knospen also gepflückt und als "Carciofi alla toscana" zubereitet. Das geht so:
Die harten Außenblätter entfernen, die Stiele kürzen und das obere Drittel der Blätter abschneiden.
Die Artischocken in kaltes Wasser mit dem Saft einer Zitrone legen.
2 Knoblauchzehen, 1/2 Bund Petersilie und 1 Scheibe Räucherspeck fein hacken. Ich habe auch die geschälten Stiele der beiden kleinen Artischocken dazugegeben.
Die Artischocken werden in dem Zitronenwasser etwa 10 Minuten gekocht. Nachdem sie etwas abgekühlt sind, kann man die Blätter auseinanderbiegen und das Heu in der Mitte mit einem Löffel entfernen. Vorsichtig, sonst geht's Euch so wie mir mit der gößeren Artischocke:
Dann die Füllung in der Mitte und zwischen den Blättern verteilen. Die große Artischocke habe ich mit Nadeln geflickt:
Die Artischocken in einen Topf mit Deckel setzen, salzen und pfeffern, mit Olivenöl beträufeln und zugedeckt im vorgeheizten Backofen (190°) garen. Dann ein paar EL Weißwein angießen und 25-35 Minuten schmoren. Die Artischocken sind fertig, wenn sich die Blätter leicht herausziehen lassen.
Tja, und wie ißt man Artischocken? Man zieht die Blätter einzeln heraus und lutscht den unteren Teil der Blätter aus. "Das schmeckt ja, als würde man auf einem Kaktus herumkauen" - kam der Kommentar von der anderen Seite des Esstischs. Ich muß ihn wohl mal nach diesbezüglichen Erfahrungen fragen... Die inneren, weichen Blätter kann man auch ganz essen, ebenso den Artischockenboden. Man sollte nie den Fehler machen, zu glauben, daß man kleinere Formen ganz essen kann (besonders nicht in feinen Mailänder Restaurants). Denn sonst blamiert man sich, wenn dann die Artischocke im Mund immer mehr und mehr wird, je länger man sie kaut...
Gut zu Artischocken ist eine leicht saure Joghurt-Rahm-Kräuter-Sauce mit Zitronensaft oder auch nur Zitronensaft.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen