Durch die Verzweigungen steckt die Pflanze recht viel Kraft in die neuen Triebe und Blätter. Daher ist es bei einigen Sorten besser, "auszugeizen", also diese Triebe abzubrechen. Am besten, wenn sie noch recht jung sind, dann geht das leicht mit den Fingern, und man verletzt die Pflanze nicht so stark wie bei größeren (dickeren) Trieben. Dann kann die Pflanze ihre Kraft in den Hauptrieb stecken. Wie stark ausgegeizt wird, ist laut Andrea Heistinger (nachzulesen in meiner Gemüsebibel: "Arche Noah Handbuch Biogemüse") eine Geschmacksfrage und "hängt auch von der Sorte und vom Befallsdruck mit Pilzkrankheiten ab"*. Cocktailtomaten müssen nicht ausgegeizt werden, buschförmig wachsende Sorten und Sorten mit feinen Trieben und Blättern wie die "Gelbe Johannisbeere" sollten nicht ausgegeizt werden. Und: "Je enger die Pflanzen stehen, desto stärker muß ausgegeizt werden"*.
*Quelle: Andrea Heistinger: Arche Noah Handbuch Biogemüse - Vielfalt für den eigenen Garten. ISBN 978-3-7066-2459-6

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